Saskia Buhre und Alexander Winning sind das Königspaar in Sand

Peter Unseld

Bad Emstal. Die 140 Mitglieder des Sportschützenvereins (SSV) Sand haben ein neues Königshaus. Dabei endete der Wettbewerb bei den Frauen mit einer Überraschung.

Denn nach dem 139. Schuss mit dem Kleinkalibergewehr auf den hölzernen Adler trennte Saskia Buhre das Haupt vom Rumpf des Wappentiers und durfte sich als neue Vereinsschützenkönig feiern lassen.

Die 20-Jährige trat damit im Jubiläumsjahr – das erste Königsschießen des Sportschützenvereins fand im Jahr 1965 statt – nicht nur die Nachfolge ihrer Mutter Michaela Buhre an, die sich im Vorjahr den Titel sicherte, sondern sie ist von der Vereinszugehörigkeit auch die jüngste Würdenträgerin. Denn erst vor zwei Monaten wurde sie Mitglied und verwies gleich alle etablierten Konkurrentinnen in die Schranken.

Auch bei den Männern gab es in der nunmehr 50-jährigen Geschichte des Sander Königsschießens einen neuen Titelträger, der in der bisherigen Statistik noch nie auftauchte: Alexander Winning. Seit 26 Jahren steht sein Namen im SSV-Beitragsbuch, er hat in dieser Zeit kein einziges Königsschießen ausgelassen, doch anfangs bei der Jugend und auch danach bei den Herren ist ihm der große Wurf noch nie gelungen. Diesmal klappte es bei dem 37-Jährigen, der sein Glück kaum fassen konnte, mit dem 87. Schuss.

Der Erfolg von Königin Saskia Buhre blieb aber nicht der einzige in der Familie, wurde doch ihr Bruder Niklas Buhre neuer Jugendschützenkönig. Dafür benötigte er 67 Schuss. Alexander Winning, Saskia und Niklas Buhre vertreten jetzt den Verein beim Kreiskönigsschießen, das am letzten Novemberwochenende ausgetragen wird.

Spannend waren natürlich auch die Wettbewerbe um die weiteren Titel. Bei den Herren kürte sich Kai Borgböhmer (63) zum ersten, Volker Grimm (43) zum zweiten Ritter. Neues erstes Burgfräulein ist Monika Pietsch (42), an ihrer Seite als zweites Burgfräulein Jutta Grimm (88).

Ein Novum gab es bei der Ermittlung des Schüler-Schützenkönigs. Wurde dieser Titel bisher mit dem ungefährlichen Biathlon-Lichtgewehr ausgeschossen, so kämpfte der Nachwuchs diesmal mit dem Recurvebogen beim Schuss ins Gold um Sieg und Platz. Bester dabei mit 178 Ringen wurde Peter Unseld. Insgesamt hatten in allen Altersklassen 40 Schüler, Jugendliche, Frauen und Männer ihren Hut in den Ring geworfen. (zih)

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