Sanierung bis Ende Juni

Schwarzalgen überziehen Fassade der Evangelische Kirche in Sand

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Verputzt die Fassade: Stukkateur Mazloum Hamada von der Firma Böddinger & Schlichting aus Paderborn.

Schwarzalgen haben sich auf die Außenfassade der evangelischen Kirche in Sand gelegt. Seit Anfang Mai versuchen Experten, das Problem in den Griff zu bekommen. Mitarbeiter der Restaurationsfirma Böddeker & Schlichting aus Paderborn lösen den alten Putz an der Nord-Ost-Seite des Gebäudes und tragen neuen auf.

Für die Kirchengemeinde Sand und ihre knapp 2000 Mitglieder sind die Arbeiten mit Kosten in Höhe von 110 000 Euro verbunden. Gut zehn Prozent steuert der Kirchenkreis bei, der Rest werde über Rücklagen und Kollekte finanziert, sagt Pfarrerin Dr. Gisela Natt. Die hässlichen, schwarzen Verfärbungen an Turm und Nordseite seien ihr und Ruth Friedrich vom Bauausschuss der Kirche schon länger aufgefallen. Zuletzt, so Friedrich, habe es aber eine massive Vermehrung der Algen gegeben, und es musste gehandelt werden.

Statt, wie zunächst geplant, den Vorplatz mithilfe des Fördervereins neu zu gestalten, hat nun die Fassade Priorität. Nach jedem Regen blätterte Putz von der Kirche, Feuchtigkeit drang durch die Risse bis tief in den Sandstein ein. Nach näherer Untersuchung habe sich herausgestellt, dass zu viele Abstriche auf dem Stein haften. „Und genau das ist das Problem“, sagt Natt. Deswegen lösen die Arbeiten nun die obersten Schichten vom Mauerwerk ab. Dann tragen sie einen Filzputz auf, der den Sandstein bindet. Und schließlich erhalten Turm und Ostfassade einen weißen Anstrich.

Freuen sich über die Sanierung der Fassade: Ruth Friedrich vom Bauausschuss (links) und Pfarrerin Dr. Gisela Natt vor ihrer Kirche in Sand.

„Wir hätten gerne die ganze Kirche erneuert“, sagt Natt, doch das hätte die finanziellen Möglichkeiten der Gemeinde gesprengt. Also konzentrieren sich die Arbeiten, die Ende Juni abgeschlossen sein sollen, auf die besonders schadhaften Bereiche. Sie hofft, dass die Fassaden im Süden und Westen der Schwarzalge noch 20 Jahre trotzen können.

Allerdings hat sich die Gemeinde dafür ausgesprochen, Schönheitsreparaturen an der Kirchenuhr vorzunehmen. Am Uhrwerk sei nichts zu beanstanden, aber die drei Zifferblätter am Turm würden überarbeitet.

Zuletzt war die evangelische Kirche in Sand, die auf eine Kapelle aus dem Jahr 1510 zurückgeht, vor fünf Jahren saniert worden. Damals habe die Kirche einen neuen und modernen Innenraum erhalten. Seine heutige Architektur verdankt das Gotteshaus einem Umbau aus dem Jahr 1779.

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