Sequatec STP: Käufer investierte fünf Millionen Euro

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Mit ehrgeizigen Zielen für die Zukunft: Cornel Müller, Geschäftsführer der Familienunternehmens Schmiedetechnik Plettenberg (links), und Jürgen Winkler, der den neuen Tochterbetrieb Sequatec STP Precision Components in Bad Emstal leitet.

Bad Emstal. Ein Jahr nach Kauf der insolventen Firma Sequatec in Bad Emstal durch den Mittelständler Schmiedetechnik Plettenberg (STP) im Sauerland ist der Automobilzulieferer wieder auf einem sehr guten Weg.

Das sagte jetzt Cornel Müller. Er ist einer der Geschäftsführer der Schmiedetechnik Plettenberg und verantwortlich für die Sequatec STP Precision Components GmbH, wie der Betrieb heute heißt.

Es sei gelungen, die Zusammenarbeit mit VW als einem wichtigen Kunden auszubauen. Vor allem für die Automatikgetriebe, die beim Autobauer in Baunatal vom Band laufen, liefert die Sequatec STP Precision Components GmbH Komponenten. Derzeit stehe man mit VW in Verhandlungen, auch für die neue Generation von Direktschaltgetrieben Aufträge zu erhalten, sagt Jürgen Winkler, der das Werk mit 86 Beschäftigten in Bad Emstal leitet.

Für den Autobauer und andere Kunden werden Getriebewellen, Schalträder und Schiebemuffen gefertigt. Täglich verlassen 20 000 Bauteile die Produktionshalle in Bad Emstal. Seit der Übernahme des Zulieferers hat das Mutterhaus in Plettenberg fünf Millionen Euro in den nordhessischen Standort investiert. Da nach Insolvenz und Kurzarbeit die Produktion zu Beginn des Jahres schleppend angelaufen ist, rechnet Geschäftsführer Müller für 2014 mit einem Umsatz von zwölf Millionen Euro. Für das nächste Jahr peilt er einen Umsatz in Höhe von 15 Millionen Euro an.

Zufrieden sind er und Werkleiter Winkler mit dieser Zahl jedoch nicht. „Der Betrieb hat ein Potenzial von 50 Millionen Euro Umsatz“, sagt Cornel Müller. Um das in den nächsten fünf Jahren auszuschöpfen, sollen weitere Kunden aquiriert, der Maschinenpark erweitert und perspektivisch auch weitere Arbeitsplätze in Bad Emstal geschaffen werden. Bereits jetzt arbeite das Unternehmen profitabel, so Müller.

Von Antje Thon

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