Wahlbeteiligung lag bei 55 Prozent 

Bürgermeisterwahl in Bad Emstal: Stefan Frankfurth ist knapper Sieger

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Stefan Frankfurth ist neuer Bürgermeister von Bad Emstal 

Bad Emstal. Der Hotelier Stefan Frankfurth ist mit 54,6 Prozent (1457 Stimmen) zum Bürgermeister von Bad Emstal gewählt worden. Sein Gegenkandidat Lothar Freitag erhielt 45,4 Prozent (1213 Stimmen). 

Aktualisiert um 20.17 Uhr -  Stefan Frankfurth heißt der neue Bürgermeister von Bad Emstal. Der Sozialdemokrat, der als unabhängiger Kandidat und mit Unterstützung der Genossen in den Wahlkampf gegangen war, hatte am Ende mehr Menschen hinter sich bringen können als sein Konkurrent Lothar Freitag von der CDU. Frankfurth sicherte sich am Sonntag 54,6 Prozent der Stimmen. Die Wahlbeteiligung lag bei 55 Prozent und war damit deutlich geringer als beim Urnengang von sechs Jahren, als 66 Prozent der Bad Emstaler abgestimmt hatten.

Mitte Juli wird der 52-Jährige den parteilosen Ralf Pfeiffer ablösen, der zwölf Jahre lang die Geschäfte im Rathaus führte und bereits frühzeitig erklärt hatte, aus gesundheitlichen Gründen für eine weitere Amtszeit nicht mehr zur Verfügung zu stehen. 

Bei den Anhängern beider Bewerber um den Posten des Rathauschefs wurde das Ergebnis unterschiedlich aufgenommen: Während sich am Sonntagabend unter den Unterstützern des Hoteliers aus Bad Emstal große Freude breitmachte, dominierte im Lager der Bürgerliste Ernüchterung. Wahlverlierer Lothar Freitag gratulierte im Anschluss an die Bekanntgabe des Ergebnisses dem Wahlsieger zu dessen Abschneiden. 

Lange Zeit hatten sich beide Bewerber ein Kopf-an-Kopf-Rennen geliefert. Während der 63-jährige Freitag Balhorn, den größten der Wahlbezirke, deutlich für sich entschieden hat, punktete Frankfurth in Riede, Merxhausen und Sand sowie bei den Briefwählern. Die Entscheidung fiel erst zugunsten des Sozialdemokraten, als die Stimmen aus dem letzten Wahllokal, dem Rathaus in Sand, vorlagen. Erst dann brandete starker Beifall auf und Sieger Stefan Frankfurth hatte einige Hände zu schütteln.

„Ich bin ziemlich fertig, aber glücklich“, kommentierte der Gewinner sein Ergebnis. Mit dem Resultat sei er zufrieden, „auch wenn ich es mir etwas klarer gewünscht hätte.“ Irritiert zeigten sich beide über das offensichtlich geringe Interesse an der Bürgermeisterwahl. Nur etwas mehr als die Hälfte 4933 Wahlberechtigten hatten von ihrem Recht Gebrauch gemacht, ihre Stimme abzugeben.

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