Neujahrsempfang der Gemeinde Bad Emstal

Therme in Bad Emstal: Sanierung, Abriss oder Neubau - alles ist möglich

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Neuer Veranstaltungsort: Der Vitos-Festsaal in Merxhausen trafen sich die Besucher des Neujahrsempfangs.

Bad Emstal. Einige hundert Menschen haben beim Neujahrsempfang der Gemeinde Bad Emstal das neue Jahr begrüßt.

„Alles ist möglich.“ Mit dieser Aussage ging Bad Emstals Bürgermeister Ralf Pfeiffer (parteilos) in seiner Rede beim Neujahrsempfang der Gemeinde auf das Damoklesschwert ein, das seit Ende November über dem 6000 Einwohner zählenden Ort schwebt: Die Schließung des Thermalbades einschließlich der dort untergebrachten Betriebe und des Festsaales stellen die Gemeinde und deren Einwohner vor Probleme.

Der traditionelle Neujahrsempfang ging deshalb diesmal im Festsaal der Vitos-Klinik in Merxhausen über die Bühne. Ralf Pfeiffer konnte den vielen Gästen und Besuchern aber nichts Neues verkünden. „Derzeit laufen die gutachtlichen Untersuchungen auf Hochtouren, Ergebnisse liegen uns noch nicht vor. Deshalb ist eben alles möglich: Sanierung, Abriss oder Neubau.“ Wobei der Bürgermeister keinen Zweifel aufkommen ließ, dass – egal wie die Entscheidung ausfallen wird – die kommunalpolitisch Verantwortlichen im Konsens mit allen Bürgern alle Hebel in Bewegung setzen werden, um eine zukunftsorientierte Lösung zu finden. Dies bekräftigte auch Wilfried Wehnes (SPD) als Vorsitzender der Gemeindevertretung in seiner Begrüßung: „Das Kur- und Thermalbad ist wirtschaftlich und touristisch die Lebensader unserer Gemeinde, ohne diese Einrichtung droht Bad Emstal in der bedeutungslosen Versenkung zu verschwinden.“

Mut machte den beiden Kommunalpolitikern Landrat Uwe Schmidt (SPD) mit seiner Anspielung auf das Motto von Bundeskanzlerin Angela Merkel: „Wir schaffen das.“ Wobei der Chef der Kreisverwaltung in seinem Grußwort aber vor allem die Leistungen der politisch Verantwortlichen und der vielen ehrenamtlichen Helfer in der Bewältigung der Flüchtlingsarbeit in seinen Fokus rückte. Allein in Bad Emstal haben aktuell rund 100 Asylsuchende eine vorübergehende oder bleibende Heimat gefunden.

Natürlich konnte Bürgermeister Ralf Pfeiffer trotz der finanziellen Sorgen der Gemeinde jede Menge positive und ereignisreiche Fakten bilanzieren. Den Bogen spannte er dabei von der Aufnahme von Flüchtlingen, über den Kampf gegen die SuedLink-Stromtrasse bis hin zum flächendeckenden Internet und die geplante Erschließung neuer Baugebiete.

Mandatsträger wurden beim Neujahrsempfang mit den Ehrennadeln der Gemeinde in Bronze, Silber und Gold ausgezeichnet. Musikalisch mitgestaltet wurde die Veranstaltung von der Jungen Philharmonie der Musikschule Wolfhager Land.

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