Aufführungen sind gerettet

Trotz Hindernissen: Erfolgreiche Märchenpremiere der Volksbühne Bad Emstal

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Das Ensemble für die Märchenaufführung: (von links) Lothar Neumann (Wanderer Lutz), Jürgen Kleinhans (Bär/Prinz), Katharina Girke (Schneeweißchen), Sabine Koch (Mutter), Jasmin Rißeler (Rosenrot), Iris Altmann (Froschmama), Jana Müller (Froschkind), Stephanie Hupfeld (Ente Elli), Tom Biedebach (Rabe), Ilona Neumann (Ente Eddi), Pamela Riedel (Zwerg). 

Wolfhagen/Bad Emstal. Seinen Humor hat Lothar Neumann nicht verloren. Als Wanderbursche Lutz erzählte der Vorsitzende der Volksbühne Bad Emstal bei der Premiere des Märchens „Schneeweißchen und Rosenrot“, dass er zuletzt oft zwischen Emstal und Wolfhagen hin und her gewandert sei und sorgte damit für Heiterkeit.

Nach Schließung des Kursaales in Bad Emstal wegen Einsturzgefahr sah es um die Aufführungen des Märchens zunächst schlecht aus. Doch nicht nur im Märchen geschehen Wunder. Die Premiere fand dank der Unterstützung der Stadt Wolfhagen mit Verzögerung in der Kulturhalle in Wolfhagen statt. Für die Volksbühne bedeutete dies einen Kraftakt, da Bühnenbild und Technik an die Bühne in Wolfhagen angepasst werden mussten. Bis spät in die Nacht wurde in der Kulturhalle gewerkelt und geprobt, bis die ersten Vorstellungen über die Bühne gehen konnten.

Die Regie (Ilona Neumann und Stephanie Hupfeld) inszenierte das Märchen mit viel Spektakel auf der Bühne in Form von Blitz, Donner, Rauch und Zauberformeln. Die Kinder in der Kulturhalle verfolgten gespannt das Geschehen.

Die Bühne ist geschickt aufgeteilt in eine Hauptbühne mit Wald und einem Tümpel in der Mitte. Darin tummeln sich Frösche und Enten – neue Tierfiguren, von Lothar Neumann erschaffen, die Schwung und Spaß in die Handlung bringen. Eine genervte Froschmama (Iris Altmann) mit ihrem übermütigen Froschkind (Jana Müller) und ein lustiges Entenpaar: Eddi (Ilona Neumann) und Elli (Stephanie Hupfeld). Zur Freude der Kinder im Publikum zanken sich die beiden Enten immer wieder, so wie Geschwister das eben tun.

Auf der Nebenbühne rechts eine Waldhütte, wo Schneeweißchen (Katharina Girke) und Rosenrot (Jasmin Rißeler) mit ihrer Mutter (Sabine Koch) wohnen. Sie leben allein im Wald und sind mit den Tieren befreundet. So lassen sie auch den Bär (Jürgen Kleinhans) herein, der eines Tages Einlass in die Stube begehrt. Nicht ahnend, dass der Bär ein verzauberter Prinz ist, verliebt sich Schneeweißchen in ihn. Der Bösewicht taucht in der Gestalt eines Zwerges (Pamela Riedel) auf, der vor Habgier die Hilfe der beiden Mädchen nicht zu schätzen weiß. Als er sie stattdessen verzaubern will, rettet der Bär Schneeweißchen und Rosenrot. Unter Donner und Blitz verschwindet er mit dem Zwerg in einen Berg, um kurz darauf als Prinz wieder aufzutauchen und Schneeweißchen zu heiraten. Und das Gute hat über das Böse gesiegt. Die Kinder atmeten auf und gaben begeistert Beifall am Ende der Vorstellung. Und auch für Lothar Neumann und seinem Team hieß es „Ende gut, alles gut!“

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