Bunte Möbel für Senioren

Vitos Kurhessen hat für eine halbe Million Euro zwei Stationen in Merxhausen saniert

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Schleppten Möbel in den renovierten Aufenthaltsraum: Leon Heerdt (von links), Joachim Daum und Steven Boatwright vom Kasseler Umzugsunternehmen Kurt Heerdt und Söhne. In den vergangenen Monaten wurden die beiden gerontopsychiatrischen Stationen der Vitos Klinik in Merxhausen saniert.  

Merxhausen. Die beiden gerontopsychiatrischen Stationen der Vitos Klinik in Merxhausen wurden in den vergangenen Monaten saniert. Nun sind sie fertig. Anfang September werden die Patienten ihre neuen Zimmer beziehen.

Bei den Patienten handelt es sich um ältere Menschen mit Demenz oder Senioren mit einer allgemein psychiatrischen Erkrankung. Die Station ist untergebracht im Haus 4 in Merxhausen.

Vitos Kurhessen hat eine halbe Million Euro in die grundhafte Erneuerung von 20 Doppelzimmern und zehn Aufenthalts- und Behandlungsräumen investiert. Die Kasseler Innenarchitektin Iris Fülle hat viel Wert gelegt auf eine Farbgestaltung, die an die Bedürfnisse der Patienten angepasst ist. Eine wohnliche Atmosphäre zu schaffen, die aber dennoch den Erfordernissen eines Krankenhauses gerecht wird, war ihr Anspruch.

„Raumgestaltung für ältere Menschen muss ganz besondere Kriterien erfüllen, um ein ausreichendes Maß an Behandlungsqualität, Sicherheit und Orientierung zu gewährleisten“, sagt Vitos-Sprecherin Andrea André. Die erlebte Umwelt führe bei diesen Menschen aufgrund kognitiver Funktionsstörungen, eingeschränktem Sehvermögen sowie veränderter Sinneswahrnehmungen oftmals zu einer Überforderung.

So entschied sich das Vitos-Team, mit dem die Innenarchitektin das Einrichtungskonzept entwickelt hat, zum Beispiel für einen Fußboden, der das helle Deckenlicht nicht reflektiert und somit auf Reize verzichtet, die alte Menschen verunsichern. Ein spezielles Leitsystem erleichtert den Patienten die Orientierung auf der Station.

Ansprechende Fotografien von Landschaften befinden sich in den Doppelzimmern und an den Türen. Die Beleuchtung wurde an die Bedürfnisse von Patienten und Pflege angepasst. Wandpaneele und Verkleidungen als Schutz und Gestaltungselement wurden integriert, die Heizkörper im Flur wurden verkleidet.

Sobald die Senioren vom Erdgeschoss von Haus 4 ins erste Stockwerk umgezogen sind, soll die frei gewordene Station renoviert werden. Nach Abschluss der Arbeiten werden dort die Patienten mit Suchterkrankungen unterkommen. Sie werden derzeit im Haus 12 im Roten Feld behandelt. Dieses Gebäude ist so marode, dass es abgerissen werden soll.

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