Buntes Programm beim Theaterfestival in Bad Emstal

Vorhang auf im Bad Emstaler Kurpark

Verwandeln den Kurpark gemeinsam in ein lauschiges Open-Air-Theater: Sabine Schwarzer und Jörg Dreismann.
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Verwandeln den Kurpark gemeinsam in ein lauschiges Open-Air-Theater: Sabine Schwarzer und Jörg Dreismann.

Ein Theaterfestival auf einer mobilen Open-Air-Bühne findet ab 16. Juli im Bad Emstaler Kurpark statt.

Bad Emstal. Jörg Dreismann ist noch immer völlig aus dem Häuschen, als er am Mittwochnachmittag in Sand ankommt. „Ich habe heute das allererste Theaterstück seit Pandemiebeginn durchgespielt, ganz ohne Unterbrechung oder irgendwelche Corona-Anpassungen“, berichtet er überglücklich Gemeindemitarbeiterin Sabine Schwarzer, mit der er schon das nächste Kulturschmankerl in Vorbereitung hat.

In seiner Funktion als Präsident des Verbands Hessischer Amateur Theater bringt er das kleine aber feine Theat-Air-Festival nach Bad Emstal, im Rahmen dessen erstmals die neue, mobile Open-Air-Bühne der hessischen Theatermacher zum Einsatz kommt. „Die haben wir Corona zu verdanken und aus dem Bundestopf Neustart Kultur finanziert bekommen“, sagt der Niedensteiner und kann es gar nicht abwarten, den Kurpark in ein gemütliches Open-Air-Theater zu verwandeln. „Mit selbst mitgebrachten Speisen und Getränken können die Veranstaltungen für die Zuschauer zu kleinen Picknick-Events werden“, sagt Sabine Schwarzer und empfiehlt, in jedem Fall Decken mitzubringen, eine Bestuhlung nämlich werde es nicht geben.

„Wir haben für jeden Geschmack und alle Altersgruppen etwas dabei“, sagt Dreismann und kündigt an, das Programm selbst eröffnen zu wollen. Dafür schlüpft er am Freitag, 16. Juli, ab 20 Uhr in die Rolle des Mönch Gorgo und nimmt sein Publikum mit auf eine Reise durch „Liebe, Tod und Teufel“.

Musikalisch folgt am Samstag, 17. Juli, ab 19 Uhr das Duo Müller und Riehl mit Songs von Clueso über ZZ Top bis hin zu Rage Against the Machine. Und wenn Riehl den Kurpark längst wieder verlassen hat, dreht sein Bühnenpartner als „Herr Müller und seine Gitarre“ am Sonntag, 18. Juli, ab 16 Uhr noch einmal kräftig auf, dann für seine jüngeren Fans mit einem Mitmachprogramm, bei dem sein legendärer Hit „Im Popcorntopf ist der Teufel los“ nicht fehlen darf. „Kunibert will keine Rüstung“ heißt es am Dienstag, 20. Juli, ab 15 Uhr im Gastspiel des Figurentheaters der Theaterscheune Elmshagen für Kinder ab vier Jahren, bevor am Mittwoch, 21. Juli, ab 16 Uhr kleine Figuren große Geschichten und Märchen erzählen. Als Bühne dient ein Bauchladen, der zum Theater wird und wie schon im vergangenen Jahr im Kurpark ein besonderes Erlebnis für Jung und Alt verspricht.

Am Donnerstag, 22. Juli, erobert nochmals Jörg Dreismann die Kurpark-Bühne, diesmal als Lienhard und mit allerlei tragischen, einfühlsamen, amüsanten und liebevollen Geschichten rund um die Liebe. Start ist um 20 Uhr.

Und weil ein Theaterfestival in Bad Emstal ohne die eigene Theatergruppe kaum auskommen kann, ist am Freitag, 23. Juli, ab 20 Uhr die Volksbühne Bad Emstal mit ihrer szenischen Lesung „Empfänger unbekannt“ zu erleben, einem fiktiven Briefwechsel in den Jahren 1932 bis 1934 zwischen dem jüdischen, in San Francisco lebenden, Kunsthändler Max Eisenstein und seinem nach Deutschland zurückgekehrten Freund und Geschäftspartner Max Schulse.

In die „Höhle der Löwin“ geht es am Samstag, 24. Juli, wenn ab 20 Uhr das Hessen-Ensemble die Bühne erobert. Das Auffinden eines Toten bei einem Firmenfest überschattet die Feier. Man vermutet den Täter unter den Gästen. Eine Aushilfskellnerin und Möchtegerndetektivin übernimmt kurzerhand die Ermittlungen, die mit viel Wortwitz und überraschenden Wendungen serviert werden. Zum Abschluss des Theat-Air-Festivals kommt am Sonntag, 25. Juli, ab 15 Uhr noch einmal das Elmshager Figurentheater und erzählt die Geschichte der drei kleinen Schweinchen. Karten gibt es im Vorverkauf zwischen fünf und zehn Euro unter vha.cortex-tickets.de. (Sascha Hoffmann)

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