Bad Emstaler Bürgermeisterkandidaten stehen Rede und Antwort beim HNA-Lesertreff

„Wer will die Therme?“

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Lothar Freitag (CDU)

Bad Emstal.  Rund 270 Interessierte kamen anlässlich der bevorstehenden Bürgermeisterwahl zum HNA-Lesertreff, um das einzige direkte Aufeinandertreffen der Kandidaten Lothar Freitag (CDU) und Stefan Frankfurth (SPD) zu verfolgen.

Diese stellten sich den Fragen der HNA-Redakteure Norbert Müller und Antje Thon. Gekennzeichnet war die Veranstaltung von einem fairen Miteinander der Kontrahenten, die sich um das Amt des Bürgermeisters bewerben. Gewählt wird am 18. März. Amtsinhaber Ralf Pfeiffer (parteilos) tritt nicht mehr an.

Eins der brennendsten Themen des Abends war wie erwartet das Thermalbad. Falsch lagen beide Kandidaten bei einem kleinen Ratespiel. Moderatorin Antje Thon forderte Freitag und Frankfurth auf, dem Publikum den Rücken zuzudrehen. Dann bat sie darum, dass sich diejenigen unter den Besuchern melden sollten, die der Meinung seien, dass Bad Emstal eine Therme braucht. Knapp 15 Prozent der Zuhörer meldeten sich. Während Freitag die Zahl der Thermalbad-Befürworter auf 30 Prozent schätzte, vermutete Frankfurth 50 Prozent.

Einig waren sich die beiden darin, dass das Heilwasser weiter genutzt werden soll. Während Frankfurth seine Hoffnung äußerte, Investoren zu finden, die die Therme auf eigene Rechnung weiterbetreiben könnten, sieht Freitag keinen Sinn in einem öffentlichen Badebetrieb. Das trage sich nicht.

Auch was den Kursaal betrifft, der seit eineinhalb Jahren wegen Einsturzgefahr geschlossen ist, gingen die Meinungen des Betriebswirtes Stefan Frankfurth und des Regierungsoberamtsrates bei der Bundeswehr, Lothar Freitag, auseinander. Letzterer schlug vor, den Kursaal bis auf das Fundament abzureißen und dort einen neuen Veranstaltungssaal und einen Kindergarten zu bauen. „Warum sollen wir alles platt machen?“, konterte Frankfurth. Beifall erhielt er für seinen Vorschlag, örtliche Handwerker zurate zu ziehen, um eine Lösung zu finden, die sich schon viel zu lange hinziehe.

Konsens bei Kindergärten

Konsens gab es beim Thema Kitas. Beide sind sich darin einig, dass die Einrichtungen weiter unter Regie des Roten Kreuzes geführt werden sollen. Frankfurth schlug jedoch eine regelmäßige Überprüfung der Arbeit unter Einbeziehung von Eltern und Erziehern vor.

Und auch eine konstruktivere Zusammenarbeit im Gemeindeparlament ist beiden ein wichtiges Anliegen.

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