Zurzeit keine Kontrolltermine

Zahnärzte beschränken sich auf akute Schmerzbehandlungen

Zahnarzt Dr. Maximilian Peter (links) und Mitarbeiterin Daniela Stieler (rechts) arbeiten in Zeiten der Coronakrise mit medinizischem Mundschutz und zusätzlichem Schutzschild an den Zähnen der Patienten. 
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Zahnarzt Dr. Maximilian Peter (links) und Mitarbeiterin Daniela Stieler (rechts) arbeiten in Zeiten der Coronakrise mit medinizischem Mundschutz und zusätzlichem Schutzschild an den Zähnen der Patienten. 

Zahnärzte haben von Natur aus einen sehr engen Kontakt mit ihren Patienten. Der Spagat zwischen dem Versorgungsauftrag und den strengen hygienischen Verpflichtungen ist in Zeiten von Corona eine Herausforderung. 

Bad Emstal/Habichtswald – Zahnärzte stehen zurzeit im Zwiespalt zwischen ihrem Versorgungsauftrag und den strengen hygienischen Verpflichtungen. Dazwischen versucht sich Dr. Maximilian Peter, Zahnarzt in Bad Emstal, zu bewegen. 

Seine Zahnarztpraxis, die er erst im April übernommen hat, hat jeden Tag geöffnet und behandelt Menschen mit akuten Zahnschmerzen weiterhin. Immens wichtig ist laut Dr. Peter, dass die Patienten vorher anrufen und nicht unangemeldet in die Praxis kommen.

Telefonisch wird vorher abgefragt, ob der Patient gesund ist

In Telefongesprächen werde abgefragt, ob die Person gesund sei, grippeähnliche Symptome habe, ob sie zur Risikogruppe gehöre und welches zahnärztlich zu behandelnde Problem vorliege. 

Nur gesunde Patienten dürfen die Praxis betreten und auch da werde abgewogen, ob die Behandlung tatsächlich jetzt durchgeführt werden muss oder auch später erfolgen kann. Zudem trägt das Behandlungsteam zusätzlich zu Handschuhen und den FFP-2-Masken noch durchsichtige Plastikschilder vor dem Gesicht.

Ähnlich ist das auch in der Zahnarztpraxis Dörnberg. In der Praxis von Zahnarzt Hendrik Drothler wird ebenfalls telefonisch abgefragt, um welche Symptome es sich handelt und ob die Person gesund ist. 

Im Vorflur der Praxis werde laut Drothler sich nochmals über die Gesundheit des Patienten versichert, dann erst darf derjenige die Praxis betreten, muss sich aber sofort die Hände waschen und desinfizieren. Die Zahnarztpraxis in Dörnberg hat derzeit fünf Tage die Woche halbtags geöffnet.

Einfache Kontrolltermine sollen lieber auf später im Jahr verschoben werden

In beiden Praxen werden Kontrolltermine derzeit nicht durchgeführt und auch eine normale Füllung hat nicht die Priorität, dass sie jetzt vorgenommen wird. Das Jahr habe ja gerade erst angefangen, sagt Dr. Peter und meint damit, dass Kontrolltermine auf später im Jahr gelegt werden sollten. 

„Aufschiebbares soll zurzeit auch aufgeschoben werden“, ergänzt der Bad Emstaler Zahnarzt. Auch wenn bei einer Behandlung eines akuten Schmerzproblems noch weitere, nicht-akute Probleme zum Vorschein kommen, beschränke man sich nur auf das, welches die Schmerzen hervorruft, erklärt Drothler.

Auch Zahnärzte spüren in Zeiten der Coronakrise den Patientenrückgang und damit verbundene Umsatzeinbußen, so Dr. Peter.

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