Bauarbeiten an der K87 beginnen: Straße ist bis November dicht

Kamen zum Beginn der Bauarbeiten: (von links) Dieter Loewen von Rohde Bau, Vizelandrätin Susanne Selbert, Regionaler Bevollmächtigter Ferdinand Weber und Volker Löwer von Hessen Mobil sowie Rohde-Bauleiter Ulrich Fincke an der Straßenabsperrung der Kreisstraße 87. Foto:  Renner

Zierenberg. Rund 700 Fahrzeuge nutzen die Kreisstraße 87 jeden Tag, damit ist die Straße eine „Hauptverkehrsader", wie Vizelandrätin Susanne Selbert sagt.

Bis Ende November müssen die Autofahrer nun eine Umleitung fahren, denn bis dahin wird die Strecke in drei Bauabschnitten komplett erneuert.

Gesamtkosten: 1,9 Millionen Euro

Der Zustand der Strecke sei „gewöhnungsbedürftig“, teilweise sei die Nutzung „gefährlich“, sagte Selbert. Lediglich 4,25 Meter ist die Straße, die von der Landesstraße 3214 in Richtung Escheberg führt, derzeit breit. Das wird sich nun ändern. Ein Meter wird hinzu kommen, auf der einen Seite 75 Zentimeter, auf der anderen 25 Zentimeter. Allerdings nicht durchgehend.

Umleitung bis November 

An der rund 2,5 Kilometer langen Straße gibt es zwei Stellen, an denen die Fahrbahn nicht verbreitert wird. Der Grund: besondere Buchenbestände. Die Obere Naturschutzbehörde hat vorgegeben, dass diese Bäume erhalten bleiben müssen.

Dem Landkreis sei daran gelegen, die Arbeiten möglichst naturschonend umzusetzen, so die Vizelandrätin. Auch deshalb, weil die Strecke größtenteils durch ein Flora-Fauna-Habitat-Gebiet, also ein Naturschutzgebiet, verläuft. Investiert werde damit in eine „zukunftsfähige Mobilität im ländlichen Raum“.

Unter dem Gesichtspunkt Naturschutz entstehen auch neue Amphibientunnel (HNA berichtete). Auf etwa 1000 Metern werden Edelstahlzäune entstehen, die den Tieren den Weg zu den Tunneln unter der Straße zeigen sollen, erklärt Ulrich Fincke, Bauleiter von der Baufirma Rohde aus Korbach.

Die obligatorische Munitionssuche ist bereits abgeschlossen, damit können die eigentlichen Arbeiten nun beginnen. Drainage-Rohre zur Entwässerung sind bereits in Position, Leitungen der Telekom angeliefert. Bisher liefen diese oberirdisch, nun werden sie im Zuge der Arbeiten unterirdisch verlegt.

Die Fahrbahndecke wird bald abgetragen, dann aufbereitet und mit Zement ummantelt wieder aufgebracht, erklärt Fincke. Bis Ende September soll der erste und größte Bauabschnitt abgeschlossen sein, dann folgen zwei kleinere.

Kosten: 1,9 Mio. Euro 

Die Sanierung des Einmündungsbereichs der K87 in die K88 in Richtung Zierenberg-Laar wird der zweite Teil der Maßnahme sein. Der letzte Bauabschnitt wird auf rund 150 Metern durchgeführt. Dabei wird ein Stück von der Einmündung K87/88 in Richtung Breuna erneuert. Die beiden letzten Bauabschnitte dauern jeweils rund drei Wochen.

Dass die Arbeiten nur unter Vollsperrung gemacht werden können, betonte Ferdinand Weber, Regionaler Bevollmächtigter von Hessen Mobil. Die Bevölkerung bittet er dafür um Verständnis. Die Umleitungen sind entsprechend ausgeschildert. Komplett abgeschlossen sind die Arbeiten an der Straße voraussichtlich am 27. November. Dann werden auch die einmündenden Feldwege und nicht ausgebauten Wirtschaftswege angeglichen worden sein.

Bis zum Ende der Bauarbeiten werden insgesamt rund 1,9 Mio. Euro verbaut worden sein. Das Land Hessen zahlt davon 1,32 Mio. Euro an Zuschüssen, die Deutsche Telekom ist mit 24 000 Euro für die Verlegung der neuen Leitung beteiligt.

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