SPD-Kandidatin zur Situation der Brandschützer

„Belastung für die Wehren zu groß“

Bad Emstal. Der Aspekt der Gesundheit und Leistungsfähigkeit fehlte der SPD-Bürgermeisterkandidatin Dr. Meike Werther beim jüngsten Erzählcafé in Merxhausen (wir berichteten). „Wie einen porösen Feuerwehrschlauch müssen wir uns das vorstellen: Das Wasser tröpfelt und spritzt durch die porösen Stellen und am Brandherd, wo es gebraucht wird, kommt zu wenig an.“

Seien die Belastungen bei den Freiwilligen Feuerwehren zu groß, so Dr. Werther, kann die normale Leistung nicht erbracht werden. Die Frauen und Männer in den Wehren im Landkreis unterlägen durch ihre ehrenamtliche Tätigkeit immer häufiger besonderen Stresssituationen, die dann zur Dreifachbelastung werden könnten - Familie, Beruf und Ehrenamt.

Eine Ursache sei der veränderte Aufgabenbereich der Wehren durch die Hilfe bei Verkehrsunfällen und anderen Hilfeleistungen. Der klassische Brandeinsatz mache nur noch etwa ein Viertel der Einsätze aus.

Für den Landkreis Kassel habe die Inspektorin und Feuerwehrfrau Nina Löwenstein an der Hessischen Hochschule für Polizei und Verwaltung eine Untersuchung vorgelegt. An dieser Befragung hatten 22 von 29 Wehren des Landkreises teilgenommen. Die Wehren, so zeige diese Untersuchung, seien teilweise schon für diese Problematik ausgebildet, das gelte jedoch in der Regel nur für die Gruppenführer, erläutert Dr. Werther in einer Pressemitteilung. „Sie könnten ihre Belastungsfähigkeit leicht steigern, wenn sie ihr Wissen über die Dinge verbessern, sagen die Befragten. Schließlich sind letztlich auch bei den Freiwilligen etwa fünf bis sieben Prozent besonders belastet.“ (red/bic)

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