Erster Eco-Pfad in Wolfhagen - große Erwartungen auch in Wenigenhasungen

Der Weg des Bonifatius

Zentraler Ort des künftigen Eco-Pfads: der Schützeberg zwischen Wolfhagen und Nothfelden. Foto:  Welch

wenigenhasungen/WOLFHAGEN. Die Erwartungen sind groß im Dorf, und jetzt geht es endlich richtig los. Die Dorferneuerung soll Wenigenhasungen einen Schub verleihen. Das erste Projekt, der Ausbau des Fußwegs entlang des Linsebachs, ist jetzt angeschoben, das Geld, circa 64 000 Euro, steht zur Verfügung.

„Der Weg verbindet den Ortskern mit der Erpertalschule und wird von vielen Fußgängern benutzt, daher hat sich der Arbeitskreis Dorferneuerung dafür entschieden, die Erneuerung dieser Fußwegeverbindung in das Maßnahmenpaket aufzunehmen“, sagte Christian Primus, der Leiter des Amts für den ländlichen Raum, gestern Nachmittag im Dorfgemeinschaftshaus, mit einem entsprechenden Förderbescheid über Zuschüsse im Gepäck. Die Stadt Wolfhagen muss 26 000 Euro tragen, den Rest übernehmen Bund und Land.

Grünes Licht gibt es auch für den ersten Eco-Pfad in Wolfhagen. Er wird rund acht Kilometer lang sein und Bonifatiusweg genannt. In diesem Jahr soll er fertig gestellt werden, erklärte Peter Nissen vom Amt für den ländlichen Raum. Wenigenhasungen ist von diesem Projekt zwar nicht betroffen, für Wolfhagen insgesamt sei der Eco-Pfad Archäologie aber ein Meilenstein, und das gelte auch für den Heimat- und Geschichtsverein Wolfhagen, sagte dessen Vorsitzender Richard Mangold. Der Weg wird vom Bahnhof über den Judenbrunnen nach Elmarshausen führen. Von dort geht es weiter über den Schützeberg und die Papiermühle Scheuermann zur Vertriebenengedenkstätte am Ofenberg und zurück zum Bahnhof.

Der Schützeberg mit seiner Geschichte als ehemaliger Wallfahrtsort für die Menschen in der Region sei der Höhepunkt des Weges, so Hobbyhistoriker Mangold. Der Eco-Pfad koste ungefähr 19 000 Euro, sagte Peter Nissen, die Stadt Wolfhagen erhalte dafür einen Zuschuss von 9600 Euro. Acht Tafeln am Weg sollen die Bedeutung der Strecke herausstellen, der Wolfhager Geschichstverein hat die Wegführung erarbeitet.

In Wenigenhasungen plant man derweil den großen Wurf anlässlich der Dorferneuerung. Es geht schließlich um die Gestaltung eines Dorfzentrums. Neben der Kirche könnte das sehr attraktiv sein, aber auch der Bereich des Dorfgemeinschaftshauses steht im Blickpunkt. In wenigen Wochen soll es Klarheit geben. Ortsvorsteher Christian Schüßler ist jedenfalls sehr erwartungsvoll.

Für die Umgestaltung eines zentralen Ortes könnte viel Geld fließen, sagt Peter Nissen, so dass Wenigenhasungen am Ende für die gesamte Dorferneuerung, so wie im Landesdurchschnitt üblich, mit 650 000 bis 700 000 Euro rechnen könnte. (awe)

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