Breunaer Parlamentarier bringen Resolution auf den Weg

Angst vor Atommüll-Transporten im Wolfhager Land

Protestaktion: Ein leuchtendes W für Würgassen auf dem Hugenottenturm montiert bei Bad Karlshafen durch die BI Bürgerinitiative atomfreies Dreiländereck. Die Gemeinde Breuna hat jetzt eine Resolution auf den Weg gebracht, um den Standort Würgassen erneut zu überprüfen.
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Protestaktion: Ein leuchtendes W für Würgassen auf dem Hugenottenturm montiert bei Bad Karlshafen durch die BI Bürgerinitiative atomfreies Dreiländereck. Die Gemeinde Breuna hat jetzt eine Resolution auf den Weg gebracht, um den Standort Würgassen erneut zu überprüfen.

Die Gemeindevertreter in Breuna haben sich geschlossen für eine Resolution gegen das geplante Bereitstellungslager für schwach- und mittelradioaktive Abfälle in Würgassen ausgesprochen. CDU und SPD gehen diesen Weg im Schulterschluss.

Breuna – Zur Begründung des CDU-Antrages erklärte Vorsitzender Friedhelm Becker, dass ein Atomausstieg grundsätzlich von der Gemeindevertretung begrüßt und anerkannt werde und dass die damit verbundenen Maßnahmen zu einer sicheren, umweltverträglichen und kosteneffizienten Entsorgung der radioaktiven Abfälle ergriffen werden müssten.

Jedoch lehne die Gemeindevertretung die aktuelle Entscheidungsfindung zu einem Atommüll-Logistikzentrum sowie einem Zwischenlager für schwach- und mittelradioaktive Abfälle am Standort Würgassen ab.

Für dieses Vorhaben werde eine unvoreingenommene Prüfung zur Ermittlung des bundesweit besten Standortes gefordert. Die bisherige Entscheidung für den Standort in Würgassen sei nicht nachvollziehbar. Die Kriterien müssten deshalb von einer unabhängigen Stelle geprüft und bewertet werden. Diese Prüfung sollte nach Auffassung der Gemeindevertretung Breuna federführend durch den Ausschuss für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit des Bundestages, unter Mithilfe des nationalen Begleitgremiums als Expertenkommission, vornehmen. Dabei setzen die Gemeindevertreter in Breuna auf die noch neue Bundesregierung.

Weiter fordern die Gemeindevertreter, dass der laufende Prozess zur Standortfindung abgebrochen werde und die Kriterien in einem für die Öffentlichkeit nachvollziehbaren, transparenten Verfahren mit den Trägern öffentlicher Belange festgelegt werde.

„Die in unserer Region lebenden Menschen machen sich große Sorgen, dass gesundheitliche Gefahren von den anzuliefernden radioaktiven Abfällen während des Transportes ausgehen“, sagte Becker in seiner Erklärung zum Antrag während der Gemeindevertretersitzung. Gefordert werde die Darstellung: Welche Strahlenbelastung geht von den Gebinden während des Transportes aus? Wie wird die Sicherheit der Transporte gewährleistet? Und wie werden Helfer von Feuerwehr, Polizei, Rettungsdiensten und weiteren sowie Anwohner bei eventuellen Unfällen geschützt?

Die Resolution soll umgehend dem Bundesumweltministerium zugestellt werden, um eine schnelle Antwort zu ermöglichen. (Monika Wüllner)

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