Auszeichnung des Landesinnungsverbands

Ann Kathrin Dänner vom Malerbetrieb Döring in Breuna ist Azubi des Monats

+
Hat ihre Berufung im Maler- und Lackierberuf entdeckt: Ann Kathrin Dänner macht ihre Ausbildung im Malerbetrieb Döring in Breuna. Heute wird sie vom Landesinnungsverband ausgezeichnet.

Breuna. Ann Kathrin Dänner wurde vom Landesinnungsverband des Maler- und Lackiererhandwerks Hessen zum Lehrling des Monats ausgezeichnet. Fleiß, Zuverlässigkeit und Ehrgeiz zeichnen sie aus. Das bestätigt Seniorchef Friedhelm Döring.

„Ich habe das Gefühl, dass ich hier genau richtig bin“, sagt die 19-jährige Ann Kathrin Dänner aus Breuna. Sie ist im dritten Ausbildungsjahr in Breuna beim Malerbetrieb Döring. Chef Marc Döring ist Obermeister der Region Hofgeismar-Wolfhagen. 

Eigentlich hatte Ann Kathrin Dänner vor, Innenarchitektin zu werden. Sie hat sich über diese Berufsrichtung informiert, dann aber spontan in ihrem Heimatort Breuna bei Dörings nachgefragt, was es mit dem Beruf des Malers- und Lackierers auf sich hat. Denn der wäre für eine Innenarchitektin eine hervorragende Basis. Dann kam das Angebot, ihre Ausbildung im Familienbetrieb Döring zu beginnen.

Tapezieren, Fassaden verputzen, Streichen, Bodenbelag verlegen, Gerüst aufbauen, Streicharbeiten innen und außen – das alles gehört zu ihrem Aufgabenspektrum. „Am liebsten streiche ich Wände im Innenbereich“, sagte die 19-Jährige. Ab und zu testet sie ihre Fähigkeiten auch in der Wohnung ihrer Großeltern.

Aber auch alle anderen Arbeiten erledigt sie souverän in der eigentlichen Männerdomäne. Sie ist die einzige Frau im Acht-Mann-Betrieb Döring. Das ist aber weder für sie, noch für ihre Kollegen ein Problem. Im Gegenteil. Die Atmosphäre im Betrieb und während der Arbeit beschreibt sie als familiär, sie fühlt sich wohl an ihrem Arbeitsplatz.

Die Auszeichnung zum besten Lehrling des Monats bezieht sich aber nicht nur auf ihre praktische Arbeit. Auch die Berufsschule zählt. Dort, in der Arnold Bode-Schule in Kassel, hat sie gute Noten vorzuweisen. „Ich strenge mich an. Die Theorie ist ja auch ein großer Teil der Ausbildung, und ich bin sehr dahinter her, gute Noten zu schreiben, und achte auf Pünktlichkeit“, sagte Ann Kathrin Dänner. Im nächsten Sommer steht die Abschlussprüfung an. Danach will sie entweder in ihrem Beruf weiter machen mit Ziel, Meisterin zu werden. Oder aber sie wird doch noch Innenarchitektur studieren. Dann müsste sie aber nach Essen oder Fulda ziehen. Jedoch nur während dieser Zeit. Denn sie will unbedingt zurück nach Breuna, ihrer Heimat. Dort ist sie auch Mitglied im Reitverein.

Ihr Tipp für junge Menschen: „Den Beruf muss man wirklich wollen“, sagte Ann Kathrin Dänner. Und wenn man wie sie in einem guten Unternehmen ist, sei es ein tolles Arbeiten. Auch immer mehr Mädchen würde sich für den Beruf interessieren. „Ich wusste nie, wo ich hin wollte. Und ich habe jetzt das Gefühl, dass ich hier genau richtig bin“, sagte die 19-Jährige selbstbewusst.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.