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Für Gemeindewald Breuna
werden Bäume gespendet

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Von: Monika Wüllner

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Familienwald am Königswinkel in Breuna: Hier soll aufgeforstet werden und dafür werden Spenden gesammelt. Im Bild (von links) Bürgermeister Jens Wiegand, Förster Nicolaas Metzner, Hausmetzger Thorsten Leimbach, Revierleiter Moritz Böhle und Martina Wachenfeld vom Biobetrieb Ulott mit ihrem Hund Nura auf dem Arm.  
Familienwald am Königswinkel in Breuna: Hier soll aufgeforstet werden und dafür werden Spenden gesammelt. Im Bild (von links) Bürgermeister Jens Wiegand, Förster Nicolaas Metzner, Hausmetzger Thorsten Leimbach, Revierleiter Moritz Böhle und Martina Wachenfeld vom Biobetrieb Ulott mit ihrem Hund Nura auf dem Arm.   © Monika Wüllner

Die Idee von Hausmetzger Thorsten Leimbach aus Oberlistingen kommt bei Kunden gut an: Pro verkaufter Stracke spendet er einen Euro an die Gemeinde Breuna, um Bäume für die Wiederaufforstung des Gemeindewaldes zu kaufen.

Breuna - Dieser Idee schloss sich auch Karsten Ulott mit seinem Biobetrieb in Breuna an, der nun von seinen jeweils verkauften Bio-Frischekisten einen Euro an die Gemeinde spendet. Jetzt haben sich die Beteiligten schon einmal eine der Flächen angesehen, die aufgeforstet werden soll: am Familienwald am sogenannten Königswinkel.

Nicolaas Metzner ist der neue zuständige Förster für die Gemeinde Breuna und arbeitet für die Guts- und Forstverwaltung von der Malsburg. Gemeinsam mit Revierleiter Moritz Böhle klärte er über den Zustand des Waldes auf. Im Breunaer Gemeindewald steht hauptsächlich Laubholz, dominiert von der Buche. Durch Stürme und Borkenkäfer ist der Bestand stark in Mitleidenschaft gezogen worden, sodass eine Aufforstung auf einer Fläche von 30 Hektar notwendig ist. Insgesamt hat die Gemeinde Breuna 900 Hektar Waldfläche. Kostspielig sei die Aufforstung auch durch den Schutz vor Wildverbiss. Denn damit Douglasie, Lärche, Ahorn und Eiche gut wachsen können, müssen sie quasi etwas eingepackt werden.

Zusätzlich sollen die Flächen einmal pro Jahr freigeschnitten werden, damit Licht an die jungen Bäume kommt. Metzner und Böhle rechnen damit, dass die Wiederaufforstung rund fünf Jahre dauern wird.

Sechs Euro pro Baum

Ein junger Baum kostet inklusive Wildschutz, Setzling und Pflanzung um die sechs Euro. Deshalb freut sich Breunas Bürgermeister Jens Wiegand auch über die Unterstützung zweier Unternehmer. Der Hausmetzger Thorsten Leimbach hofft, dass sich noch mehr Unternehmen anschließen und auch bei der Spendenaktion mitmachen. Bei ihm sei der Absatz merklich gestiegen. Für seine Idee hängt er sogar Plakate auf. „Hier sehen wir doch vor Ort, was mit dem Geld passiert. Es bleibt in der Region und der Wald und nicht zuletzt wir alle profitieren davon“, sagte Leimbach. Die ersten Bäume können also schon gepflanzt werden. Doch zuvor wird die Fläche am Königswinkel dafür vorbereitet und die über ein paar Jahre liegenden Holzstämme entfernt.

Von Monika Wüllner

Ist für die Gemeinde Breuna der Ansprechpartner in Sachen Wald: Förster Nicolaas Metzner hält eine junge Buche in der Hand, die am Königswinkel gepflanzt werden soll.
Ist für die Gemeinde Breuna der Ansprechpartner in Sachen Wald: Förster Nicolaas Metzner hält eine junge Buche in der Hand, die am Königswinkel gepflanzt werden soll. © Monika Wüllner

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