Vandalismus

Bänke und Unterführungen in Breunaer Ortsteilen beschmiert

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Bänke vollgeschmiert: Die Gemeinde Breuna hat Anzeige gegen Unbekannt erstattet. Neun Bänke und zwei Unterführungen wurden beschmiert.

Breuna - In Breuna treiben Schmierfinken ihr Unwesen. Die Wände zweier Unterführungen zwischen Ober- und Niederlistingen an der B7 wurden mit antisemitischen Sprüchen beschmiert.

Auch neun Sitzbänke am Habichtswaldsteig wurden vollgeschmiert. Die Gemeinde Breuna hat Anzeige erstattet. Auch der Staatsschutz wurde eingeschaltet.

„Sowohl der Ortsbeirat Ober- und Niederlistingen als auch die gesamte Gemeindevertretung distanzieren sich auf das Schärfste von den Aussagen“, sagten Frank Trampedach und Friedhelm Becker in einer gemeinsamen Erklärung. Trampedach ist der Ortsvorsteher von Oberlistingen und Fraktionschef der SPD in der Gemeindevertretung. Becker ist in Niederlistingen Ortsvorsteher und CDU-Fraktionschef.

Bänke vollgeschmiert: Die Gemeinde Breuna hat Anzeige gegen Unbekannt erstattet. Neun Bänke und zwei Unterführungen wurden beschmiert.

„Bürger, Ortsbeiräte, Ortsvereine und die gemeindlichen Gremien arbeiten fortwährend daran, unsere Orte und deren Umgebung lebenswert zu gestalten. Gepflegte Wege und Landschaften laden zu Wanderungen und zur Erholung ein. In Eigenleistung werden Ruhemöglichkeiten geschaffen und Freizeitanlagen gepflegt. Eine Idylle sozusagen. Da ist die Welt noch in Ordnung – könnte man meinen“, erklärten die beiden Ortsvorsteher. 

Mit Hetzparolen beschmiert

Aber auch hier gebe es Randalierer, Vandalen und in diesem Falle rechtsmotivierte Straftäter, die Fremdenfeindlichkeit und Rassismus schürten, denen Werte wie Freiheit, Sicherheit und Gerechtigkeit nichts bedeuten.

„Es erfüllt uns mit Sorge, wenn wir sehen, dass öffentliche Einrichtungen beschädigt, oder mit menschenverachtenden Hetzparolen beschmiert werden“, heißt es weiter.

In Jahrzehnten sei in Deutschland eine Demokratie aufgebaut worden, die jedem Menschen die Möglichkeit gebe, sich in unterschiedlichster Weise an der politischen Willensbildung zu beteiligen. Die gewählten Abgeordneten stünden hier als erste Ansprechpartner zur Verfügung. Alle seien in ständigem Kontakt zu den Einwohnern und seien dankbar für den Gedankenaustausch.

Bewohner sollen verdächtige Beobachtungen melden

Der „Schmierer” habe diesen Weg nicht gewählt. Er sei zu feige, sich der öffentlichen Diskussion mit eben diesen demokratisch gewählten Vertretern der gemeindlichen Gremien auseinanderzusetzen, erklärten die Ortsvorsteher. Besucher dürften nicht den Eindruck gewinnen, dass die Einwohner dieses Gedankengut teilten.

Die Einwohner von Listingen seien gefordert, verdächtige Beobachtungen umgehend an die Polizei zu melden. Der Täter müsse schnellstmöglich überführt und für sein gesetzeswidriges Verhalten zur Rechenschaft gezogen werden, erklärten die Ortsvorsteher.

Die Abteilung Staatsschutz der Kasseler Kriminalpolizei ermittelt wegen Sachbeschädigung, Verdacht auf Volksverhetzung und Verwenden von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen. „Wir glauben aber nicht an ein größeres rechtes Netzwerk“, sagte Polizeisprecher Matthias Mänz. Dennoch erhoffe sich die Polizei Hinweise: 0561 / 9100.

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