Ludger Hofmann machte Hobby zum Beruf

Von Tischler auf Hufschmied umgesattelt

Breuna. Das Glück hat beruflich und privat Ludger Hofmann vom Breunaer Reiterhof und Islandpferdegestüt Rappenhof eigentlich noch nie die kalte Schulter gezeigt. Beruflich schloss der 24-Jährige vor einigen Jahren seine Tischlerausbildung als Innungsbester in Ostwestfalen ab, sportlich zählt er zur nationalen Spitze in der Islandpferdereiterei.

In den Altersklassen Jugend, beziehungsweise Junioren gewann Ludger Hofmann auf gestütseigenen Rappenhof-Islandpferden seines Vaters August Hofmann bisher schon ein halbes Dutzend Hessische und Deutsche Meisterschaftstitel. Nach bestandener Tischlergesellenprüfung zog es den jungen Breunaer für ein halbes Jahr zur pferdesportlichen Ausbildung nach Portugal.

Nach der Rückkehr in die Heimat sattelte Ludger Hofmann beruflich um. Er erlernte das Handwerk des Hufschmieds und hält nun seit dem 2. Januar das Glückssymbol Hufeisen täglich in seinen Händen. Er, der auch lizensierter Reitlehrer ist, schloss gerade seine Ausbildung zum staatlich anerkannten Hufschmied erfolgreich ab.

Die Voraussetzungen für diesen Beruf sind in Deutschland gesetzlich klar geregelt. Nach einer abgeschlossenen Berufsausbildung absolvierte der Breunaer eine zweijährige Fortbildung bei einem staatlich anerkannten Hufbeschlagschmied. Bei Ludger Hofmann war dies eine weibliche Lehrmeisterin, nämlich die in Niederelsungen lebende Hufschmiedin Maja Weigand. Die 24-monatige praktische Ausbildung schloss mit einem fünfmonatigen Unterrichtsbesuch an der der Universität Giessen angeschlossenen Hufbeschlagschule mit abschließender staatlicher Prüfung zum Hufschmiedgesellen.

Ludger Hofmann über seinen Traumberuf: „Ein Hufschmied beschlägt nicht nur vier Hufe, sondern ein ganzes Pferd.“ Da ist auch therapeutisches Geschick gefragt. „Ein Hufschmied muss bei seiner Arbeit viele Faktoren beachten. Wie zum Beispiel die Nutzung des Tieres, seine anatomischen Besonderheiten, Reitweise und Vorerkrankungen der Gliedmaßen, um durch das Anbringen spezieller Beschläge den Heilungsprozess zu unterstützen.“

Über Mangel an Arbeit braucht sich Ludger Hofmann nicht zu beklagen. Allein auf dem heimischen Rappenhof stehenden fast 50 Pferde. (zih)

Rubriklistenbild: © zih

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