Gruppe Jugendlicher soll sich dringend bei Kripo melden

Brand in Breuna: Zeugen gesucht

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Durch das Feuer unbewohnbar: Das im Jahr 1600 erbaute Wohnhaus in Breuna wurde durch einen Brand zerstört. 

Breuna. Ein Fachwerkhaus im Ortskern der Gemeinde Breuna ist am vergangenen Montag fast vollständig abgebrannt. Bisher steht die Brandursache noch nicht fest. Um so wichtiger sei nun die Aussage einer Gruppe Jugendlicher, die am frühen Montagmorgen gegen 1.40 Uhr kurz vor Brandausbruch gesehen wurde. 

Die Brandursachenforschung am Donnerstagmorgen, bei der die Kripo von Brandsachverständigen des Instituts für Schadensverhütung und -forschung unterstützt wurde, ließ kein eindeutiges Ergebnis zu. Insbesondere die heftige Brandzehrung an der Brandausbruchsstelle, die sich im Bereich des an das Haus angrenzenden Lagerschuppens befindet, machen die Ursachenermittlung besonders schwer. Da der Kripo auch keine konkreten Hinweise aus der Bevölkerung vorliegen, erhoffen sie sich nun, mit der Veröffentlichung des aktuellen Ermittlungsstandes, weitere Zeugenhinweise zu bekommen. Die Aussage der Jugendgruppe oder der jungen Männer könnte den Ermittlern weiterhelfen.

Deshalb soll sich diese Personengruppe oder auch andere Zeugen, die verdächtige Beobachtungen gemacht und sich noch nicht bei der Polizei gemeldet haben, sich unter der Telefonnummer 0561 / 9100 im Polizeipräsidium Nordhessen melden.

Das Feuer war von Sonntag in der Nach zu Montag gegen 1.40 Uhr laut Polizei im angebauten Schuppen, in dem unter anderem Stroh und Holz lagerten, ausgebrochen. Die Flammen griffen schnell auf das Wohnhaus über. Die Bewohner – eine Frau (30), ihre Tochter (4) und ein Mann (20) – blieben unverletzt. Sie konnten sich rechtzeitig in Sicherheit bringen. Der Schaden beläuft sich laut Polizei auf etwa 80 000 Euro.

Wegen der dichten Bebauung im Ortskern Breunas richtete das Feuer auch an drei weiteren Häusern Schäden an: Es griff auf den Giebel eines Mehrfamilienhauses über, wodurch etwa 20 000 Euro Schaden entstanden. An zwei weiteren Gebäuden wurden leichte äußere Schäden verursacht.

Drei Drehleiterin im Einsatz

170 Einsatzkräfte aus Breuna, Warburg, Bad Arolsen, Volkmarsen, Wolfhagen sowie die Berufsfeuerwehr Kassel waren vor Ort, um den Brand zu löschen. Außerdem waren noch drei Drehleitern aus Wolfhagen, Bad Arolsen und Warburg im Einsatz in Breuna und konnten somit das Feuer erfolgreich aus mehreren Ecken bekämpfen.

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