Seit 2003

Drei DLRG-Rettungsschwimmerinnen aus Breuna übernehmen Wachdienst am Meer

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Unterstützten ihre DLRG-Kollegen an der Ostsee: Sina Hartmann, Luise Kleinschmidt und Lena Pfeifer vom DLRG-Ortsverband Breuna bei ihrem Einsatz in Fischleger. 

Drei junge Frauen der Breunaer DLRG-Ortsgruppe auf großer Mission. Sie übernahmen den Wachdienst an der Ostsee. Sie machten auch eine besondere Zeremonie mit. 

Einmal beim Wachdienst an der Ostsee sein, ein bisschen so wie in der bekannten Serie Baywatch: Dieser Traum ist jetzt für drei junge Frauen des DLRG-Ortsverbandes Breuna in Erfüllung gegangen. Sina Hartmann, Luise Kleinschmidt und Lena Pfeifer haben ihren Wachdienst am Ostseebad Damp absolviert. „Wir wollen so auch einen Anreiz schaffen, Rettungsschwimmer für den ehrenamtlichen Dienst zu gewinnen“, sagte Klaus-Dieter Reitenberger aus Oberlistingen.

Er ist der Vorsitzende des DLRG-Ortsverbandes Breuna und auch der, der vor vielen Jahren den Kontakt zwischen den DLRGlern an der Ostsee und denen in Breuna hergestellt hat.

Das Ruder in der Hand: Lena und Luise bei der ersten Kontrollfahrt an der Ostsee.

Seit 2003 fahren Mitglieder der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft im Ortsverband Breuna nach Damp beziehungsweise Fischleger-Booknis, um an der Küste ehrenamtlichen Wachdienst zu leisten. Das Ostseebad Damp liegt zirka 30 Kilometer nördlich von Eckernförde. Die Wachstation Fischleger-Booknis ist organisatorisch an Damp angegliedert und liegt einen Kilometer südlich von dem Ort. 

Der DLRG Ortsverband Breuna versucht jeweils für einen Zeitraum von vier Wochen diese Wache mit vereinsinternen Rettungsschwimmern zu unterstützen. Allein im Jahr 2008 wurden vom Ortsverband Breuna 1008 Stunden Wachdienst in Damp und Fischleger-Booknis geleistet. Mindestvoraussetzungen für den Wachdienst ist das vollendete 16. Lebensjahr, das DLRG-Rettungsschwimmerabzeichen in Silber, ein Erste-Hilfe-Lehrgang in Silber und Ersthelfer- Lehrgang, der nicht älter als zwei Jahre zurückliegen darf.

Für die drei DLRG-Schwimmerinnen aus Breuna Sina Hartmann, Luise Kleinschmidt und Lena Pfeifer war es die erste Teilnahme am Wachdienst an der Ostsee. Das bedeutete für sie: Morgens um sieben Uhr raus aus den Federn, Wachstation „aufrödeln“ und dann alles im Auge behalten. Die Zeit, bis sich der Ostsee-Strand mit Gästen füllte, nutzten sie unter anderem für Rettungsübungen. 

So hat Klaus-Dieter Reitenberger auch den neuen flexiblen Gurtretter testen können. Selbst Badegäste machen gern bei diesen Übungen mit. 

Die Taufe 

Und wer zum ersten Mal am Wachdienst in Fischleger teilnimmt, muss auch eine Taufe über sich ergehen lassen.  So wurden ihnen über den Tag verteilt verschiedene Aufgaben gestellt, damit sie ihre Würde als Rettungsschwimmerinnen unter Beweis stellen konnten. Bei der Tauf-Zeremonie am Abend mussten sie sich ihr eigenes Grab im Sand schaufeln, in das sie dann eingebuddelt wurden. Nur der Kopf blieb draußen. Danach gab es einen Festschmaus aus „Neptuns Reich“ – das sind Lebensmittel, die von DLRG-Kollegen ein bisschen verschönert oder verändert wurden.

Viele neue Erfahrungen und noch mehr Wissen haben die drei jungen Frauen mit nach Hause genommen. Neben dem Wachdienst während ihres 14-tägigen Aufenthaltes konnten sie auch etwas Freizeit genießen. Einer der Höhepunkte war die Fahrt auf einem DLRG-Rettungsboot, das sie selbst steuern durften und ein Ausflug mit einem Seenotretter.

DLRG-Breuna

Der jetzt 15 Jahre alte Breunaer Ortsverband der DLRG besteht zurzeit aus 343 Mitgliedern. Die Altersgruppe der Jugendlichen bis 18 Jahre liegt bei 269 Mitgliedern. Schwimmen ist immer samstags von 9 bis 12 Uhr in der Märchenlandtherme in Breuna.

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