Leseförderung

Ehrenamtliche begeistern Kindergartenkinder aus Breuna für Bücher

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Die Lesepaten begeistern an der Kita Pusteblume in Breuna die Kinder für Literatur. (Symbolbild). 

In der Kita Pusteblume in Breuna stellen Lesepaten den Kindern Bücher vor. Die Kinder nehmen das Angebot gut an. Es wird noch ein weiterer Lesepate gesucht. 

Christina Kranz sitzt inmitten der Kindergartenkinder und liest aus einem Kinderbuch vor. Es geht um einen Elefanten, dessen Rüssel verknotet ist. Dadurch kann er nicht mehr richtig reden, statt „Kannst du mir helfen?“, fragt er „Kamfu mir helfen?“.

Die Kinder fiebern mit, sie lachen, wenn Christina Kranz den Elefant imitiert und wild gestikuliert. In einem anderen Buch geht es um die Schnecke Charlie, die ein neues Haus sucht. Und auch der Bär Dr. Brumm darf nicht fehlen. „Der geht immer“, sagt Christina Kranz und lacht.

Sie ist seit vergangenem November ehrenamtlich Lesepatin in der Kindertagesstätte Pusteblume in Breuna. Immer mittwochs kommt sie für eine Stunde in die Kita, um den Kindern vorzulesen. Nie liest sie allen 45 Kindern auf einmal vor, sie kümmert sich immer um Kleingruppen mit maximal sechs Kindern. Christina Kranz leitet die Bibliothek in Breuna, die Kita sei auf sie zugekommen. „Die Elternschaft hat sich Lesepaten gewünscht“, erzählt sie.

Für die Kinder seien die Vorlesestunden eine gute Übung. Sie lernen Bücher schätzen und üben gleichzeitig das Stillsitzen und das Zuhören. Gerade den Jüngeren falle es noch schwer, erzählt Kitaleiterin Kornelia Grebe.

„Wir legen in der Pusteblume viel Wert auf die Sprachförderung“, erklärt die Erzieherin. „Im ländlichen Raum wird in den Familien noch viel vorgelesen“, dazu sei das Vorleseangebot in der Kita eine schöne Ergänzung, sagt Grebe. Das Angebot werde von den Kindern gut angenommen.

„Ich bringe immer mehrere Bücher für die verschiedenen Altersgruppen mit“, erzählt Christina Kranz, die Spanne zwischen drei und sechs Jahren sei enorm. Zudem habe sie ab und an mal Requisiten dabei. Als es in einem Buch um einen Mechaniker ging, hatte sie einen Werkzeugkoffer im Gepäck. 

„Manchmal erzähle ich mehr, als das ich lese“. Auch auf die Nachfragen ihrer Zuhörer gehe sie ein. „Wenn sich die Kinder auf meine Besuche freuen, ist es schon Balsam für die Seele“, sagt Kranz. Ihre Arbeit in der Bücherei versorgt sie immer mit neuen Lesematerial, sie habe in der Auswahl der Kinderbücher freie Hand. Es sei wichtig, die Kinder für das Lesen zu begeistern.

Neuer Lesepate gesucht 

Neben Christina Kranz gibt es noch eine zweite Lesepatin. Sie hat sich entschlossen, ihr Amt ruhen zu lassen. „Wir würden uns über eine neue, zweite Lesepatin sehr freuen“, sagt Cornelia Grebe. Interessierte können sich an die Kita wenden.

„Es wäre schön, wenn wir ab September wieder zwei Vorlesestunden in der Woche anbieten wollen. Wenn jemand schon ab August vorlesen will, wäre das auch kein Problem“, sagt Kornelia Grebe.

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