Breuna jetzt Erholungsort: Verzicht auf Prädikat Luftkurort

Gratulation zum Prädikat: Regierungspräsident Dr. Walter Lübcke (links) gratuliert Breunas Bürgermeister Klaus-Dieter Henkelmann zum Prädikat Erholungsort. Foto:  Wüllner

Breuna. Einen Stillstand gibt es in Breuna nicht. Ganz im Gegenteil. Für die Kerngemeinde Breuna mit 1450 Einwohnern wurde jetzt durch den Regierungspräsidenten Dr. Walter Lübcke (CDU) das Prädikat Erholungsort bestätigt.

„Wir haben die Infrastruktur hier", sagte Klaus-Dieter Henkelmann (SPD), Bürgermeister von Breuna.

Hotel, Gaststätten mit Unterkünften und private Vermietungen habe Breuna zu bieten. Immerhin kommt die Gemeinde Breuna auf 10.000 Übernachtungen jährlich. Darunter viele Kurzurlauber, aber auch Monteure. Für den bevorstehenden Hessentag in Hofgeismar seien in Breuna bereits alle Betten ausgebucht.

Henkelmann erklärte, dass Breuna sich vom Prädikat Luftkurort verabschiedet habe. Immerhin koste ein Klimagutachten für die höhere Klassifizierung auch bis zu 12.000 Euro. Deshalb habe der Gemeindevorstand beschlossen, dass eine Verlängerung des Prädikats Luftkurort nicht weiter verfolgt werden solle. Das Prädikat war für den Ausbau des Fremdenverkehrs in den 1970er-Jahren bis in die 1990er-Jahre ein wichtiges Werbemerkmal für Breuna. Weil es aber diese Form des Urlaubs in Breuna nicht mehr gab und das Prädikat außerhalb des Fremdenverkehrs kaum Bedeutung und keinen direkten Nutzen für die Gemeinde hat, wurde von einer weiteren Bearbeitung abgesehen. Das Regierungspräsidium wurde informiert.

Erstmals hatte Breuna im Jahr 1964 das Prädikat Erholungsort erhalten. 1973 wurde daraus dann ein Luftkurort-Prädikat, das alle zehn Jahre überprüft und gegebenenfalls erneuert wird. Dem Ort Breuna sieht man die stetige Veränderung und Verschönerung an, findet auch Regierungspräsident Dr. Walter Lübcke. Während der Dorferneuerung in den Jahren 2002 bis 2011 habe Breuna bauliche Maßnahmen für 1,7 Mio. Euro umgesetzt.

Der Dorfplatz wurde erneuert und die Kulturscheune aufgebaut. Diese Maßnahmen und auch die Fertigstellung des Eco-Pfads „Bestattungskultur“ im Herbst 2014, der in seiner Art einzigartig sein dürfte, machten deutlich, dass die Kommune bestrebt ist, die touristische Infrastruktur stetig zu verbessern.

„Das wird auch durch die Teilnahme am Wettbewerb ,Unser Dorf hat Zukunft’ deutlich, bei dem Breuna im Jahr 2009 zweiter Bezirkssieger wurde“, sagte Lübcke.

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