Breuna setzt auf Windkraft

Fünf Anlagen sollen im Rhödaer Holz gebaut werden

Die Pläne für fünf Windenergieanlagen im Rhödaer Holz sind fertig: (von links) Dirk Ihmels (geschäftsführender Gesellschafter Innovent), Breunas Bürgermeister Jens Wiegand, Hauptamtsleiter Ralf Hartmann und Erster Beigeordneter Dieter Hösl. 
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Die Pläne für fünf Windenergieanlagen im Rhödaer Holz sind fertig: (von links) Dirk Ihmels (geschäftsführender Gesellschafter Innovent), Breunas Bürgermeister Jens Wiegand, Hauptamtsleiter Ralf Hartmann und Erster Beigeordneter Dieter Hösl. 

Die Gemeinde Breuna setzt auf Windenergie. Jetzt wurde der Vertrag mit dem Unternehmen Innovent aus Varel unterzeichnet. Fünf Anlagen sollen im Rhödaer Holz gebaut werden.

Breuna - Strom für 10 000 Haushalte soll erzeugt werden, 30 000 Tonnen Kohlendioxid werden so eingespart. Im Jahr 2024 sollen die Anlagen fertig sein. „Alle reden vom Klimaschutz, wir gehen den Weg“, sagte Breunas Bürgermeister Jens Wiegand. Und die Gemeinde wird sich selbst beteiligen. Die vereinbarte Pacht steht zu 100 Prozent der Gemeinde Breuna zu und auch die Gewerbesteuern werden zu 100 Prozent an die Gemeinde fließen.

Für das Projekt der Windenergie im Rhödaer Holz wurde bereits eine Betreibergesellschaft gegründet, mit der die Gemeinde den Gestattungs- und Nutzungsvertrag direkt geschlossen hat. Ergänzend hat die Gemeinde Breuna die Option, mit Erreichen der Baureife, die Mehrheit dieser Gesellschaft zu übernehmen. Die Gesellschaft trägt den Namen Innovent WP Breuna GmbH & Co. KG und wird spätestens mit Inbetriebnahme der Anlagen den Sitz in Breuna einnehmen.

Bis dahin wird für die Fläche von 82 Hektar noch eine avifaunistische Erfassung (vorkommende Vogelarten) erfolgen, die im Frühjahr abgeschlossen sein soll. Dann soll der Antrag nach dem Bundes-Immissionsschutzgesetz beim Regierungspräsidium in Kassel gestellt werden.

Geplant sind fünf Anlagen vom Typ Norex mit einer Höhe von 224 Metern und einer Leistungsklasse von 5,6 bis 6,8 Megawatt Nennleistung, wobei aufgrund der heutigen Standsicherheitsbetrachtung durchaus zwei der Windenergieanlagen mit einem Rotor mit 163 Meter Durchmesser haben werden. Für die Anlagenstandorte und die Infrastruktur werden die vorgeschädigten Bereiche des bestehenden Waldes genutzt, um einen möglichst minimalen Eingriff in die Natur und den Bestand zu erreichen.

Bürgermeister Jens Wiegand erklärte, dass zeitnah eine Infoveranstaltung erfolgen solle, die jetzt aufgrund der aktuellen Corona-Infektionszahlen abgesagt werden musste. Eine Bürgerbeteiligung an den Anlagen soll es nicht geben. „Wir als Gemeinde treten stellvertretend für alle in die Beteiligung ein. So hat am Ende wirklich jeder was davon, weil es jeder deutlich spüren wird“, sagte Wiegand. Das Unternehmen Innovent aus Friesland in Niedersachsen hat bereits Anlagen in Escheberg gebaut.

Das Unternehmen Innovent aus dem friesischen Niedersachsen ist im Wolfhager Land aktiv. Vier Windenergieanlagen befinden sich im Privatwald der Familie von der Malsburg, zwei Windräder wurden auf benachbartem städtischen Grund im Hegeholz in Zierenberg errichtet. In Planung ist zudem eine neun Hektar große Fotovoltaikanlage auf einer Fläche bei Oedinghausen. Dort soll eine landwirtschaftliche Fläche für erneuerbare Energie genutzt werden. 

Von Monika Wüllner

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