Arbeitsgruppe saniert 40 Sitzgelegenheiten

Breuna wird Bankenviertel

Ausruhen und Auftanken mit traumhaften Aussichten: Das kann man auf vielen Bänken in Breuna und Rhöda, die alle saniert wurden. Im Bild (von links) Toni Hänel, Irene Dippel, Fred Kleinschmidt und Maxime Wiegand.
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Ausruhen und Auftanken mit traumhaften Aussichten: Das kann man auf vielen Bänken in Breuna und Rhöda, die alle saniert wurden. Im Bild (von links) Toni Hänel, Irene Dippel, Fred Kleinschmidt und Maxime Wiegand.

Es war die Idee von Dieter Poschmann aus Breuna, alte Bänke in der Umgebung von Breuna und Rhöda aufzuarbeiten und viele Menschen folgten seinem Vorschlag, den er an die Gemeinde Breuna herantrug.

Breuna - Mittlerweile wurden 40 von insgesamt 54 Bänken saniert. Finanziert wird jede Bank durch eine Spende von 80 Euro. Damit haben die Paten auch die Möglichkeit, ein Schild an der Bank anzubringen. Die Arbeitsgruppe Ortsgrün, die zur Gruppe Natur- und Umwelt in Breuna gehört, hat sich dieses Themas angenommen. Alle sind mit großem Eifer dabei, wie Toni Hänel und Irene Dippel berichten.

Zwar hatte die Pandemie den fleißigen Bank-Sanierern zunächst einen Strich durch die Rechnung gemacht, doch seit August des vergangenen Jahres liefen die Arbeiten wieder an. Mit dabei sind sogar Kinder. Fred Kleinschmidt und Maxime Wiegand, beide acht Jahre alt, haben ihr Erspartes dafür genutzt, um die Patenschaft für eine Bank zu übernehmen. Ihre Bank ist noch nicht fertig, soll aber als Nächstes aufgehübscht werden. Dieter Poschmann stellt für die Banksanierungen einen Raum in seinem Kfz-Meisterbetrieb Poschmann und Wetzel in Breuna zur Verfügung.

„Es gibt sogar eine Bank für ein geborenes Enkelkind“, berichtete Irene Dippel. Das kann man dann auf den angebrachten Schildern der Bänke nachlesen. Dort kann sich jeder mit Namen oder flotten Sprüchen oder auch einfach nur einem Vereinslogo verewigen. „Zuhause ist dort, wo meine Sumpfhühner sind“ steht zum Beispiel auf einer Bank. Oder: „Wer Liebe mag und Einigkeit, der trinkt auch mal ne Kleinigkeit“.

Wer die Ruhebänke nutzt, wird schnell feststellen, wie bequem man darauf sitzt. Der Arbeitsgruppe ist besonders wichtig, die Attraktivität in Breuna und Rhöda für Wanderer und Radtouristen zu steigern.

Letztlich lohnt es sich sogar, eine Bank-Route einzulegen, um dann im Anschluss in der Märchenlandtherme in Breuna einen Saunagang zu genießen. So könnte sich Toni Hänel das jedenfalls vorstellen.

Im Team dabei sind neben Dieter Poschmann, Irene Dippel und Toni Hänel noch Jennifer und Günther Adam, Christina Kranz, Carsten Büttner, Karl-Heinz Fischer, Anne Brüsseler, Harald Kleinschmidt, Melanie vom Scheidt, Sabine Hesselbein und natürlich die beiden Jungs Fred und Maxime.

Die Fäden für die Patenschaften hält Irene Dippel bei der Gemeinde Breuna in der Hand. Sie selbst ist die Strecken abgefahren und hat die Bänke in einem Verzeichnis aufgelistet.

„Aber vollständig ist die sicher nicht“, sagte Dippel. Das war offenbar auch nicht nötig, denn das ganze Projekt ist zum Selbstläufer geworden. Das Interesse in Breuna ist jedenfalls sehr groß.

Information: breuna.de

Von Monika Wüllner

Besondere Form: Jörg Brendel und Toni Hänel (im Bild) haben diese Bank entworfen.
Im Park in Breuna: In der Ortsmitte stehen diese beiden Bänke.

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