72 Jungvögel erstmalig präsentiert

Breunaer Tauben flogen 600 Kilometer zurück nach Hause

So sehen Sieger aus: Die höchsten Noten der Breunaer Jungtierausstellung erhielten für ihre Tiere (von links) Alfred Schomberg, Dieter Budde, Werner Hoff und Wilhelm Deuermeier. Erster Gratulant war Vorsitzender Felix Cöster (rechts). Foto: zih

Breuna. Es war ihre große Stunde: 72 Jungvögel, die im vorigen Jahr in den Schlägen der Züchter des Breunaer Brieftaubenzuchtvereins „Auf zum Braunsberg" geschlüpft sind. Jetzt wurden sie bei der Jungtierausstellung in der Gaststätte Wiegand der Öffentlichkeit vorgestellt.

Wie Mannequins auf dem Laufsteg stolzierten die Schönheiten im Federkleid gurrend in ihren Käfigen auf und ab und ließen sich dabei auch nicht von den vielen Besuchern aus der Ruhe bringen. Zumal viele von ihnen bereits ihre Rasse und Klasse unter Beweis gestellt hatten. Bei verschiedenen Wettflügen taten sich die Tauben hervor, wobei hier Jungvögel bei einem Flug eine Maximalstrecke von 250 Kilometer, Altvögel über 600 Kilometer bis zum Heimatschlag zurücklegten.

Die 20 Breunaer Taubenzüchter hatten im vergangenen Jahr über 4000 Jung- und Alttiere auf die Reise geschickt. Mit Erfolg, belegten dabei doch die Breunaer Tauben mehrere erste Plätze. Die elfjährige Lena Seehorst, die mit ihrer Mutter Tanja Beyer eine Schlaggemeinschaft bildet, qualifizierte sich mit ihren Tieren sogar zur besten Jugendlichen der Reisevereinigung Nordhessen.

Auf die vielen Erfolge der Breunaer Züchter fällt aber auch ein Schatten. Werner Hoff: „Im letztjährigen Flugjahr wurden weit über 50 unserer Vögel von Habichten geschlagen. Unter einem Nest des Raubvogels an der Autobahnbrücke zwischen Breuna und Rhöda haben wir allein 50 Taubenringe gefunden. Das ist bei einem Durchschnittswert von 100 Euro pro Taube für uns ein Schaden von 5000 Euro.“ Insgesamt hat der Brieftaubenzuchtverein derzeit 60 Mitglieder, damit ist er der größte Verein innerhalb der Brieftauben-Reisevereinigung Hofgeismar.

Am Vortag der zweitägigen Jungtierausstellung hatten die neutralen und lizensierten Preisrichter Schwerstarbeit zu leisten. Galt es doch alle 72 Ausstellungstiere akribisch zur Qualitätsbewertung unter die Lupe zu nehmen. „Mit dem Gesamtresultat, dass die Baunsberg-Züchter wieder einmal hervorragende Arbeit geleistet haben“, sagt Vorsitzender Felix Cöster. Die Punktunterschiede zwischen Sieg und Platz differierten in den Gesamtnoten hinter dem Komma lediglich minimal.

Bei der Bewertung der besten Gesamtleistung belegte die Schlaggemeinschaft Budde und Schomberg mit 279,75 Punkten den ersten Platz. Gefolgt von der Schlaggemeinschaft Hoff / Wittmer und Wilhelm Deuermeier (je 2798,25). Der beste Standardvogel kommt aus der Schlaggemeinschaft Hoff/Wittmer, das beste Standardweibchen stellt die Schlaggemeinschaft Beyer und Seehorst. (zih)

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