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Der Breunaer Kirchturm bekommt ein neues Kleid

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Von: Monika Wüllner

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Kirchturm hinter Gittern: Der Turm der St. Margarethen-Kirche in Breuna ist eingerüstet, weil die Schindeln zum Teil erneuert werden müssen. Auch die Holzkonstruktion im Turm wird ertüchtigt.
Kirchturm hinter Gittern: Der Turm der St. Margarethen-Kirche in Breuna ist eingerüstet, weil die Schindeln zum Teil erneuert werden müssen. Auch die Holzkonstruktion im Turm wird ertüchtigt. © monika wüllner

Schieferverkleidung und Turmuhr am Gotteshaus werden erneuert.

Breuna – Die evangelische St. Margarethen-Kirche in Breuna ist der Mittelpunkt im Ort und hat derzeit ein Gerüst am Turm. In 40 Metern Höhe wird gearbeitet, um die Schindeln zu erneuern und auch die Turmuhr zu restaurieren.

Zuletzt wurde die Kirche im Jahr 1955 gedeckt, weiß Pfarrer Thomas Wischnath. „Bei Sturm sind immer wieder Schindeln heruntergefallen, und Wasser ist eingedrungen. Zwischendurch gab es immer wieder Ausbesserungsarbeiten per Kran“, so der Pfarrer, der bereits seit 27 Jahren die Kirchengemeinde in Breuna betreut.

Jetzt wurde es Zeit, die Schindeln am Turm zu erneuern und auch die Holzkonstruktion im Turm zu sanieren. Auch die Uhr am Kirchturm soll überholt werden. Ein Unternehmen aus Herford nimmt sich dieser speziellen Aufgabe an. Die Turmuhr mit ihren vier Zifferblättern wird abgebaut, restauriert und wieder eingebaut. Nicht ohne Grund hat der Pfarrer einen Fotoapparat am Handgelenk und begleitet die Bauarbeiten, so oft er kann.

Die Kosten wurden bisher mit 540 000 Euro veranschlagt, der Kirchenkreis Hofgeismar-Wolfhagen trägt davon 410 000 Euro, die Denkmalpflege 70 000 Euro und die Kirchengemeinde 30 000 Euro sowie ein Darlehen bei der Landeskirche in Höhe von 30 000 Euro. Im September soll eine Spendenaktion laufen, um die Finanzierung der Kirchengemeinde zu unterstützen. Pfarrer Thomas Wischnath glaubt aber, dass es bei der Kostenschätzung aus dem Jahr 2020 nicht bleiben wird. Denn auch hier muss mit einem Aufschlag auf das Material gerechnet werden.

Der Innenraum der Kirche wurde zuletzt 2014 renoviert, und das Ergebnis ist nach wie vor wunderschön. Die offene Kirche lädt zu jeder Zeit zum Beten, Besinnen und Ruhen ein. Seit Beginn der Pandemie besteht die Möglichkeit, tagsüber die Kirche aufzusuchen. Die Kanzel trägt die Jahreszahl 1561, das Taufbecken aus dem Jahre 1200 gilt als bedeutendstes Denkmal romanischer Bildhauerkunst im Wolfhager Land.

Das Kirchspiel Breuna-Oberlistingen mit Escheberg entstand 1982 durch die pfarramtliche Verbindung der beiden Pfarrstellen in Breuna und Oberlistingen. Dienstsitz der Pfarrstelle wurde Breuna, zu deren Zuständigkeit schon seit jeher die Betreuung der Escheberger Kirchengemeinde gehört. Das Kirchspiel Breuna-Oberlistingen hat 1500 Gemeindeglieder. Tendenz aufgrund des demografischen Wandels fallend. Austritte halten sich dabei in Grenzen. Es seien laut Pfarrer so um die fünf Austritte pro Jahr. (Monika Wüllner)

Pfarrer Thomas Wischnath in Breuna in der Kirche. Der Innenraum wurde im Jahr 2014 renoviert und wirkt erfrischend schlicht und elegant.
Pfarrer Thomas Wischnath in Breuna in der Kirche. Der Innenraum wurde im Jahr 2014 renoviert und wirkt erfrischend schlicht und elegant. © Wüllner, Monika

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