In Breuna haben sich schon über 300 Nutzer in digitalem Wohnort angemeldet

Dorf-App geht durch die Decke

Wann werden die Mülltonnen abgeholt: Auch das erfahren die Nutzer über die neue Dorf-App in der Gemeinde Breuna, wie Bürgermeister Jens Wiegand am Tablet demonstriert.
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Wann werden die Mülltonnen abgeholt: Auch das erfahren die Nutzer über die neue Dorf-App in der Gemeinde Breuna, wie Bürgermeister Jens Wiegand am Tablet demonstriert.

In Breuna sind die Menschen gut vernetzt: Dank der neuen Dorf-App. Über 300 Menschen sind bereits aktiv dabei und tauschen sich aus, wie Breunas Bürgermeister Jens Wiegand berichtet.

Breuna ‒ Bei der Dorf-App dreht sich alles um Breuna, sie soll die Kommunikation im Ort weiter verbessern. Es geht um Vereinsleben, aktuelle Informationen, Tauschbörsen, gefundene oder entlaufene Haustiere und vieles mehr. Gefördert wurde die Anschaffung der App durch Leader-Region KulturLandschaft HessenSpitze mit 14.140 Euro, die Anschaffung insgesamt kostet 24.000 Euro und läuft über einen Zeitraum von fünf Jahren. Für Nutzer ist die App kostenlos.

Da geht dann kein Zettel mehr verloren

Jens Wiegand, Bürgermeister Breuna

Jeder Bürger und jede Gruppe kann Meldungen auf dem digitalen „Dorfplatz“ einstellen oder sich gezielt informieren. Jeder Bürger kann Gruppen für seine Vereine, Institutionen oder Interessengemeinschaften erstellen. Ganz nach Wunsch können die Gruppen mit offenem, geschlossenem oder privaten Status angelegt werden. Chatfunktionen untereinander sind ebenso möglich, um zum Beispiel etwas zu organisieren.

Auch die Kindertagesstätten können Eltern via App Informationen zu Veranstaltungen, Öffnungen oder Schließungen der Kitas mitteilen. „Da geht dann kein Zettel mehr verloren“, sagte Jens Wiegand sichtlich begeistert. Auch Gewerbetreibende können ihre Werbung dort kostenlos platzieren. Je mehr mitmachen, desto bunter wird das Angebot. Auch Hilfsangebote – gerade jetzt während der Pandemie – können dort eingestellt werden. Nicht nur Angebote, auch gezielte Hilfsanfragen sind dort möglich.

Nur tatsächlich im Umfeld lebende und zweistufig-verifizierte Personen (E-Mail- und SMS-Verifizierung) erhalten einen entsprechenden Zugang. Genutzt werden kann die App auf dem Handy, dem Tablet und auch auf dem Computer. Die webbasierte Lösung vereinfacht das Einpflegen großer Datenmengen. Darüber hinaus ist die Betrachtung auf einem PC oftmals für ältere Personen vertrauter und übersichtlicher. Über das Web können auch nicht angemeldete User die öffentlichen Informationen abrufen.

Entwickelt von Crossiety und auch schon in Diemelstadt aktiv

Entwickelt wurde diese Dorf-App von Crossiety, einem Schweizer Unternehmen mit Sitz in Zürich, das an der Ausschreibung teilnahm und sich den Auftrag sicherte. Es ist aber keine Unbekannte. Denn die Dorf-App in Diemelstadt (Landkreis Waldeck-Frankenberg) stammt ebenfalls von Crossiety und wird auch dort erfolgreich genutzt.

Jens Wiegang hat die Hoffnung, dass sich noch weitere Städte und Gemeinden für so eine Dorf-App begeistern können. „Dann wären wir untereinander alle vernetzt und könnten auch mal schauen, was unsere Nachbarn so anbieten“, sagte Wiegand. Der Vorteil gegenüber anderen sozialen Netzwerken überwiegt. Hier geht es um den eigenen Wohnort und nicht um alles, was weltweit ins Netz gestellt und zigfach geteilt wird.

Wer sich informieren möchte, kann das über die Internetseite der Gemeinde tun. Dort gibt es auch eine genau Anleitung, wie man die App auf dem Handy oder dem Rechner installiert.

Weitere Infos unter: breuna.de

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