Extratour des Habichtswaldsteiges H9 eingeweiht

Neue Route für Wanderer in Breuna/Volkmarsen

Einstieg zur Extra-Tour: Am Infoschild gibt es umfassende Details zur Strecke zwischen Breuna und Volkmarsen. Irene Dippel von der Gemeinde Breuna mit Bürgermeister Jens Wiegand am nagelneuen Extra-Tour-Schild
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Einstieg zur Extra-Tour: Am Infoschild gibt es umfassende Details zur Strecke zwischen Breuna und Volkmarsen. Irene Dippel von der Gemeinde Breuna mit Bürgermeister Jens Wiegand am nagelneuen Extra-Tour-Schild

Eine weitere Extratour auf dem Habichtswaldsteig bietet jetzt der Wanderweg H9 an und verbindet Breuna und Volkmarsen auf einer interessanten Strecke von etwas über zehn Kilometern.

Breuna/Volkmarsen – Die Idee dazu stammt aus der Gemeinde Breuna. Denn dort hatte Irene Dippel vom Heimat- und Verkehrsverein (HVV) bereits im Jahr 2017 die Idee zur Wanderstrecke.

Per Beschluss und einer Investition von 10 000 Euro im Jahr 2018 sollte das Deutsche Wanderinstitut prüfen, ob eine Zertifizierung Chancen haben wird. Und die Chancen standen gut. Die Stadt Volkmarsen hat die Federführung für die Abwicklung übernommen.

Insgesamt wurden 34 300 Euro investiert, wovon 20 273 Euro durch die europäische Gemeinschaftsinitiative LEADER der beiden Regionen Diemelsee-Nordwaldeck und Kulturlandschaft Hessen gefördert wurden. Die verbleibenden Kosten teilten sich die beiden Kommunen je zur Hälfte.

Die Vermarktung des Premiumwanderweges erfolgt demnächst über Internet (insbesondere des Habichtswaldsteigs, der beiden Kommunen Breuna und Volkmarsen und des Deutschen Wanderinstituts). Außerdem wird die Touristische Arbeitsgemeinschaft (TAG) Naturpark Habichtswald Flyer für die Extratour H9 herausgeben.

Damit sich die Wanderer auch ohne Karte gut orientieren können, wurden neben zahlreichen Baummarkierungen auch 22 Wegweiser mit Entfernungsangaben und 15 Läufer mit Richtungspfeilen aufgestellt.

Die zwei Haupteingangsportale befinden sich am Parkplatz der Kugelsburg in Volkmarsen (wo sich auch die neue öffentliche Toilettenanlage befindet, welche demnächst genutzt werden kann) sowie auf Breunaer Gemarkung in der Nähe der Autobahn 44.

Die Extratour H 9 zwischen Breuna und Volkmarsen führt über die Kugelsburg: Zur Übergabe der Urkunde erschienen, von links: Hermann Dillschneider (Verkehrsverein Breuna), Volkmarsens Bauamtsleiter Bernd Pfeiffer, Breunas Bürgermeister Jens Wiegand, Claudia Thöne (TAG Habichtswald) und der Volkmarser Bürgermeister Hartmut Linnekugel.

Von Breuna aus kommt man direkt über den Lerchenweg (Straße gegenüber der Einfahrt zur Märchenlandtherme) zum Wanderparkplatz. Einfach immer geradeaus fahren, an den Windenergieanlagen vorbei und dort stehen schon die Markierungen. Oder aber Wanderer beginnen ab der Schorenhütte ihren Ausflug, die in Sichtweite ist beziehungsweise beenden hier ihre Tour. Dann geht es ein kurzes Stück über die Autobahnbrücke in den Wald. Die Strecke ermöglicht Wanderern auch eine gemütliche Einkehr in Gaststätte „Zur Kugelsburg“. Umgekehrt wäre auch ein entspannendes Bad in der Märchenlandtherme in Breuna ein toller Ausklang.

Jetzt gibt es eine Extratour des Habichtswaldsteiges H9. Ein Wanderweg, der auf seiner Länge von 10,3 Kilometern einiges zu bieten hat und die Kommunen Breuna und Volkmarsen verbindet. Die reizvolle Strecke führt durch eine Landschaft, die mit raschen Wechseln von Wiesentälern, Wald, Aussichtspunkten, Trockenrasen, Feldern und wertvollen Naturschutzgebieten besticht.

Der Einstieg zur Extratour H9 in Breuna: Hier führt die Wandertour über eine Länge von 10,3 Kilometer und bietet viele Interessante Einblicke in wunderschöne Natur.

Am Eingangsportal Breuna startend wird nach Überquerung der Autobahn 44 die Wanderrichtung entgegen des Uhrzeigersinns nach rechts empfohlen, heißt es in der Beschreibung. Das ermögliche die Einkehr in die Gaststätte „Zur Kugelsburg“ unterhalb der Kugelsburg im letzten Drittel der Wanderung (nach circa sechs Kilometern) und belohnt mit einem tollen Blick auf die Fachwerkstadt Volkmarsen.

Die Tour führt am Fuße des Steigers auf mittlerer Höhe durch einen berauschenden Mischwald. Höhepunkt im Frühling sind der Duft und das weiße Blütenmeer des Bärlauchs, das sich hier über eine weite Fläche verbreitet. Wer mag, pausiert an der Steigerhütte und erreicht dann den Esseberg. Weiter geht es zum Berg der Kugelsburg, der auf der Nordseite umrundet wird.

Auf den „Eselsweg“ treffend, lohnt sich ein Abstecher zum Naturdenkmal „Scharfer Stein“, ein bizarrer Fels aus urzeitlichen Seelilien, auch Trochitenkalk genannt.

Wahrzeichen der Stadt Volkmarsen ist die Kugelsburg. Trotz wechselhafter Geschichte sind bis heute einige ihrer Burgteile erhalten geblieben. Vom einstigen Bergfried eröffnet sich eine Rundumsicht weit in das Waldecker Land, die Warburger Börde und den Naturpark Habichtswald.

Wieder zurück durch die Feldflur kann der „Hohe Steiger“ erklommen werden. Der Weg hinauf durch das „Rhödaer Holz“ wird von Buchen und Kiefern gesäumt.

Ein Lehrpfad informiert über die Besonderheiten des Waldes. Wo einst Kiefern wuchsen, öffnet sich heute ein toller Ausblick zurück zur Volkmarser Kugelsburg und in das Waldecker Land. Die Wanderstrecke über eine Distanz von 10,31 Kilometern lässt sich innerhalb von dreieinhalb Stunden erwandern. Auf- und Abstieg liegen bei 120 Metern. Der höchste Punkt wird mit 308 Höhenmetern angegeben, der tiefste Punkt misst 199 Höhenmeter. Der Weg liegt in der Kategorie mittel. (Monika Wüllner)

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