Start mit Projekt im Königswinkel

Eine Eiche für Baby Malte im neuen Breunaer Familienwald

Freuen sich, dass der erste Baum im Breunaer Familienwald ihren Namen trägt: Jens, Malte, Kathrin und Mari Lena Kühne.
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Freuen sich, dass der erste Baum im Breunaer Familienwald ihren Namen trägt: Jens, Malte, Kathrin und Mari Lena Kühne.

Die ersten Bäume im neuen Breunaer Familienwald wurden gepflanzt.

Breuna. Fast hätte er seinen großen Moment verschlafen, der kleine Malte. Gerade einmal fünf Monate ist er alt und hat schon einen eigenen Baum mit graviertem Namensschild. Als Moritz Böhle, Revierleiter der Guts- und Forstverwaltung von der Malsburg, das an den frisch eingeschlagenen Holzpfahl schraubt, lächelt der Kleine voller Freude, als wüsste er genau, was gerade geschieht: der Breunaer Familienwald beginnt zu leben.

Maltes Eiche ist nur wenig größer als er selbst, doch sie ist genauso besonders wie der kleine Mann, ist sie doch die erste von zwölf Eichen, mit denen das gemeinschaftliche Aufforstungsprojekt der Gemeinde an den Start geht. Viele Breunaer sind gekommen, einige von ihnen wollen sich ebenfalls mit einem Baum am Königswinkel verewigen, so einen für sie besonderen Moment im Leben würdigen und ganz nebenbei noch etwas für die Aufforstung des gebeutelten Waldes tun. „Wir möchten mit Maltes Baum ein symbolisches Zeichen setzen und waren direkt von der Familienwald-Idee begeistert“, sagt Mama Kathrin Kühne und hofft, „dass wir dem Baum als Familie gemeinsam beim Wachsen zuschauen können, vielleicht bei regelmäßigen Sonntagsspaziergängen.“

Das ist von der Gemeinde ausdrücklich gewünscht, wie Bürgermeister Jens Wiegand zur Begrüßung wissen lässt: „Es war uns wichtig, dass die Plätze gut erreichbar sind.“ Schon zum Start am Samstag rund 30 Bäume in Breuna/Rhöda (Königswinkel), Wettesingen (Hunold) sowie Ober-und Niederlistingen (Igelsbett bei den Traumliegen am Wanderweg) setzen zu können, freue ihn sehr. Bürger hätten sie zu besonderen Ehrentagen für 80 Euro gekauft und nun an die Gemeinde gespendet. „Das sollte schon zu bedeutungsvollen Ereignissen geschehen, der bestandene Führerschein reicht da nicht, sonst würde es Überhand nehmen“, sagt der Verwaltungschef und nennt die geeigneten Ereignisse für eine Baumspende: Geburt, Taufe, Kommunion, Konfirmation, Grüne-, Silberne-, Goldene- und Diamantene Hochzeit. Die Termine dürfen laut Wiegand auch in der Vergangenheit liegen, wichtig sei eben nur, dass es einen entsprechenden Anlass gebe. Er selbst hat auch einen Anlass für eine Baumspende gefunden: die Konfirmation seines Sohnes. Als dessen Baum am Samstagmittag von Moritz Böhle und seinen Männern gesetzt wird, ist der kleine Malte längst wieder glücklich am Schlummern und träumt vielleicht von einer großen, stattlichen Eiche, seiner Eiche.

Info: Ein Baum kostet einmalig 80 Euro inklusive einer individuellen Plakette mit Gravur. Gespendete Bäume gehen in den Besitz der Gemeinde Breuna über, eine Anwuchsgarantie besteht nicht. Informationen und Anmeldung bei der Gemeinde Breuna, Irene Dippel, 05693 /989814. (Sascha Hoffmann)

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