Ehrenamt soll gestärkt werden

Feuerwehrleute dürfen in Breuna bald umsonst in die Therme

Breuna. Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr dürfen bald kostenlos in die Märchenlandtherme in Breuna gehen. Das hat die Gemeindevertretung am Dienstag in Wettesingen beschlossen.

Über das Thema diskutierten die Fraktionen von SPD und CDU am Dienstagabend rege. Stefan Raabe, Breunaer Wehrführer und SPD-Fraktionsmitglied stellte bei der Gemeindevertretung in Wettesingen den Antrag vor: „Die Gemeinde hat nach dem Hessischen Brand- und Katastrophenschutzgesetz (HBKG) die Aufgabe, den Brandschutz der Gemeinde sicherzustellen. Da die Anforderungen an unsere Ehrenamtler immer mehr denen der Berufsfeuerwehr ähneln, müssen wir etwas für die Einsatzkräfte tun.“ Die Fitness der Einsatzkräfte sei laut Raabe dabei ein wichtiger Punkt. Er hofft durch die Vergünstigungen auch, dass dadurch neue Mitglieder angelockt werden.

Kostenloser Eintritt auch für andere Ehrenämter?

Die CDU-Fraktion merkte an, dass die Fitness der Feuerwehreinsatzkräfte zwar sehr wichtig sei, man habe sich aber auch die Frage gestellt, wieso die Feuerwehr als einziges Ehrenamt in der Form gefördert werde. CDU-Fraktionsvorsitzender Friedhelm Becker, erkundigte sich zudem, nach welchen Kriterien ein Vereinsmitglied der Feuerwehr auch als „aktiv“ gelte. Raabe entgegnete, dass man dies mit den Übungsabendstunden verbinden wolle, bei denen man zu einem gewissen Stundensatz kommen müsse.

Bürgermeister Klaus-Dieter Henkelmann (SPD) erklärte, dass der Feuerwehrschutz ureigenste Aufgabe der Gemeinde sei. Freiwillig übernähmen diesen Job die Feuerwehren. Deshalb sollten sie von dem Beschluss profitieren. Man müsse sich aber nochmal zusammensetzen, um das genaue Konzept auszuarbeiten.

Alexander Lovinusz, stellvertretender CDU-Fraktionsvorsitzender, sah die Angelegenheit zwiegespalten: „Es ist richtig, das Ehrenamt attraktiver gestalten zu wollen. Andererseits dürfte es nach außen schwierig zu vermitteln sein, warum hier nur die Feuerwehr begünstigt wird.“

SPD-Fraktionsvorsitzender Frank Trampedach sagte, dass die Feuerwehr Aufgaben der Gemeinde übernehme. Bei anderen Vereinen sei dies nicht der Fall. Zudem sei bei der Feuerwehr leichter zu unterscheiden, wer wirklich ehrenamtlich tätig sei. Der Antrag wurde von beiden Parteien einstimmig angenommen.

Rubriklistenbild: © Rico Lb - Fotolia

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