Friseure im Schichtdienst

Haarschnitte im Wolfhager Land sind wieder möglich

Melanie Leck-Scheuermann (stehend) und Franziska Fischer-Bornscheuer, Inhaberinnen von Hairlounge in Breuna
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Melanie Leck-Scheuermann (stehend) und Franziska Fischer-Bornscheuer, Inhaberinnen von Hairlounge in Breuna, haben ihren Friseurladen wieder geöffnet

Es ist soweit – Friseure sind wieder geöffnet. Zwar wurde der Corona-Lockdown bis zum 7. März verlängert, doch Friseure dürfen unter strengen Auflagen Kunden bedienen.

Wolfhager Land – Dabei gehen sie im Wolfhager Land allerdings ungewöhnliche Wege: nämlich im Schichtdienst. So ist es auch bei Melanie Leck-Scheuermann und Franziska Fischer-Bornscheuer, Inhaberinnen von Hairlounge in Breuna. „Wir arbeiten im Schichtdienst, das heißt, für meine Mitarbeiter wird es eine Früh- und Spätschicht geben“, so Leck-Scheuermann. So wäre die Verteilung der sieben Mitarbeiter besser. Die Öffnungszeiten seien nun auch wesentlich länger. Melanie Leck-Scheuermann sagt, dass sie jetzt jeden Tag bis 20 Uhr geöffnet habe und das auch samstags. „Der Montag, unser eigentlicher Ruhetag, ist nun auch ein Arbeitstag für uns, damit wir einfach möglichst viele Kunden unterbringen können.“

Die Freude, dass sie wieder arbeiten dürfen sei groß, aber die Inhaberin habe weiterhin Bedenken. „Im Hinterkopf stellt man sich die Fragen, wie lange das gut geht und müssen wir den Laden dann vielleicht wieder schließen.“

Für Bianca Sälzer, Inhaberin vom Friseurladen Haare & mehr in Habichtswald, werden es in den ersten Wochen auch mehr Stunden sein, die sie im Friseursalon verbringt. „Ich habe am Montag dirket eine Sonderschicht eingelegt.“ Von Dezember an seien 627 Friseurtermine ausgefallen und die bekomme Sälzer nicht alle in den ersten zwei Wochen unter. „Wir versuchen mit den verlängerten Öffnungszeiten wirklich alles, um möglichst viele Termine abzuarbeiten.“

Auch das Friseurstudio von Jekaterina Jabs in Bad Emstal führt neue Arbeitszeiten ein. „Wir haben am Montag schon um 7 Uhr auf gemacht.“ Auch die restlichen Tage werden bis zum Abend ausgereizt. „Dadurch können wir mehr Kunden unterbringen, aber nachts werden wir nicht arbeiten, so wie es manche Friseure in Kassel vorhaben“, sagt Jabs.

Trotz der längeren Arbeitszeiten konnte die Friseurin nicht alle Kunden im März unterbringen, denn der Monat ist komplett voll mit Terminen. (Lea Beckmann)

Neue Regelungen für Ladenöffnung

Die Friseure müssen bei ihrer Öffnung nun neue Regelungen bezüglich der Corona-Maßnahmen einhalten. Laut der Berufgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege heißt es, dass wenn sich mehrere Personen in einem Raum befinden, jedem von ihnen mindestens zehn Quadratmeter zur Verfügung stehen. Die Friseure dürfen weiterhin nur einen Kunden bedienen und es solle möglichst nicht zu Überschneidungen kommen. (bec)

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