Heimat- und Geschichtsverein Wettesingen feierte zehnten Geburtstag

Leiten den Verein: Schriftführer Gilbert Schmale (von links), Vorsitzender Hermann Rappe, stellv. Schriftführerin Marlies Rappe und Kassiererin Claudia Lambrecht. Fotos:  Deutschländer

Wettesingen. Wenn der Heimat- und Geschichtsverein in „Holdhenners Hus" in die Dorfmitte von Wettesingen einlädt, ist gute Stimmung programmiert. So auch am Samstag, als der Verein mit einem Frühlingsfest sein zehnjähriges Bestehen feierte - und daran erinnerte, was er in seiner kurzen Geschichte schon auf die Beine stellte.

Das in dieser Zeit wohl wichtigste Projekt: Die Sanierung von „Holdhenners Hus“, dem ältesten noch erhaltenen Wohnhaus Wettesingens. 1651 gebaut, hat das Haus in der Unteren Straße viele Bewohner kommen und gehen sehen. „Seit den 1950er-Jahren wurde es als landwirtschaftliches Lager genutzt“, sagt Hermann Rappe, Vorsitzender des Heimat- und Geschichtsvereins. Zunehmend sei es in dieser Zeit verfallen, das Dach wurde undicht.

Damals, als Rappe und Mitstreiter den Heimat- und Geschichtsverein gründeten, habe kaum einer das Haus sanieren wollen. „Wenn man 100 Leute gefragt hätte, hätten 98 es abreißen lassen“, ist Rappe sich sicher. Solche Gebäude gebe es schließlich in jedem Dorf. Doch Hermann Rappe und seine Mitstreiter haben sich anders entschieden - für eine Sanierung. „Wir haben gesehen, dass die Bausubstanz in Ordnung war.“

Also kaufte der Verein 2008 das Gebäude mit angrenzender Scheune und legte los. Mehr als 10 000 Arbeitsstunden wurden in der Förderperiode investiert, noch heute kommen beinahe täglich welche hinzu. Beim Frühlingsfest in „Holdhenners Hus“ wird wieder einmal klar, warum. Das Gebäude ist inzwischen längst als Treffpunkt im Dorf bekannt und beliebt. „Seit die Gaststätte zu ist, finden hier auch eine Menge Privatveranstaltungen statt“, sagt Rappe.

Leben wollten Rappe und seine Mitstreiter damals in das Haus bringen. Wenn wie jetzt am Samstag die „Listinger Alphörner“ oder erstmals überhaupt die neu gegründete Wettesinger Frauenband „Rasselbande“ dort auftritt, sind die Mitglieder des Vereins sichtlich zufrieden. Kaffee und Kuchen werden gereicht, im Nebenraum informiert eine Ausstellung über die Geschichte des Vereins.

Rappe und seine Mitstreiter sind noch lange nicht fertig. Sie haben sich vorgenommen, die Scheune neben „Holdhenners Hus“ auszubauen und die Einfahrt zu pflastern. So steht es auf einem Banner in der Ausstellung - darunter steht groß: „Auf geht’s Freunde“.

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