Breuna: Henkelmann seit 25 Jahren an der Verwaltungsspitze

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25-jähriges Dienstjubiläum in Breuna: Klaus-Dieter Henkelmann (Mitte), hier umrahmt von Michael Aufenanger (links, Präsidiumsmitglied im Hessischen Städte- und Gemeindebund) und Staatssekretär Dr. Wolfgang Dippel (Ministerium für Soziales und Integration) bei der Feier.

Breuna. Mit einem Festakt würdigte die Gemeinde Breuna die Verdienste ihres Bürgermeisters Klaus-Dieter Henkelmann, der seit November 1988 den Posten des Rathauschefs innehat.

Eigentlich wollte der 58-Jährige, der insgesamt seit über 40 Jahren kommunalpolitisch aktiv ist, keine große Feier. Doch der Breunaer Ältestenrat sorgte dafür, dass fast 200 Gäste zum Festakt in das Dorfgemeinschaftshaus kamen.

Unter ihnen unter anderem Staatssekretär Dr. Wolfgang Dippel, passenderweise selbst aus Breuna. Dippel würdigte wie die weiteren Redner die Verdienste Henkelmanns in einem Amt, das alles andere als familienfreundlich sei.

Henkelmann selbst blickte zufrieden auf sein Wirken in Breuna zurück. Vorgänger und Förderer August Hartmann, selbst stolze 29 Jahre im Amt, habe ihn seinerzeit animiert, in dessen „große Fußstapfen“ zu treten.

Erste Amtszeit gebraucht 

Durch die jahrelange Tätigkeit (ab 1983), unter anderem als Büroleiter der Gemeinde, habe er zwar schon einige Verwaltungserfahrung gesammelt, richtig „freigeschwommen habe ich mich aber erst während der ersten Amtszeit.“ Beim Rückblick auf die folgenden Jahrzehnte mit vier Wiederwahlen hebt der Breunaer insbesondere die Entwicklung des Gewerbegebietes Hiddeser Feld mit 650 Arbeitsplätzen hervor. Stolz sei er auch darauf, dass Breuna als eine der ganz wenigen Kommunen „die Finanzen im Griff hat.“

Dazu habe auch das Fingerspitzengefühl der 90er Jahre beigetragen, als man Millionen-Investitionen im Tiefbaubereich mit Fördermitteln finanziell erträglich gestaltete. Dass man bereits vor 20 Jahren politische Kontakte nach Warburg über die Landesgrenzen knüpfte, sei quasi ein Vorgänger der heutigen Interkommunalen Zusammenarbeit gewesen. Geholfen habe ihm bei allen Entscheidungen ein Team von kompetenten und fairen Mitstreitern im Parlament und der Verwaltung.

Dankbar sei er auch - manchmal erst im Nachhinein - für Kritik, die ihm geholfen habe, eigene Entscheidungen zu reflektieren. Bereut habe er lediglich, seiner Frau Astrid die große Aufgabe der Kindererziehung, besonders bei der erstgeborenen Anna, fast komplett überlassen zu haben, da er schon sehr auf den Bürgermeisterposten fixiert gewesen sei.

Für die Zukunft seien der Windpark Rhödaer Holz, der Widerstand gegen die Suedlink-Trasse und die Asylbewerbersituation Themen, die er angehen will: „Noch bin ich mindestens fünf Jahre hier“, antwortet er vielsagend auf die Frage nach einer möglichen weiteren Amtszeit als Chef von 60 Mitarbeitern nach dem Jahr 2019.

Von Nicolai Ulbrich

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