Redakteurin Monika Wüllner testet in Breuna

HNA-Test: Nach wieviel Glühwein darf man noch Auto fahren?

+
Zum Wohl: HNA-Redakteurin Monika Wüllner stößt mit Tochter Linda Verjans und deren Freund Jan Mayer mit Glühwein an. Die beiden verzichten auf Alkohol und trinken Orangenlimonade.

Breuna. Neben frisch gebrannten Mandeln, Bratwurst und heißen Maronen lockt derzeit auch Glühwein im Wolfhager Land wieder tausende Besucher auf die Weihnachtsmärkte.

Bei einer Tasse Glühwein mit den Liebsten den Tag ausklingen lassen, darauf freuen sich viele schon das ganze Jahr. Allzu oft aber wird dabei der Alkoholgehalt von Glühwein unterschätzt, und das kann der Weihnachtszeit schnell einen üblen Beigeschmack geben, wenn man nicht gleich das Auto stehen lässt. HNA-Redakteurin Monika Wüllner testete am Sonntag auf dem Breunaer Weihnachtsmarkt, wie unterschiedlich die Glühweinsorten schmecken und was es noch alles im Angebot gibt.

Eigentlich hat sie sich vorgenommen, ausschließlich Glühwein zu trinken. Schnell jedoch ist klar: daraus wird nichts. Der würzige Weihnachtsklassiker ist nämlich längst nicht die einzige Versuchung, die auf dem Tränkeplatz auf sie wartete. Schon nach einer Tasse Glühwein lockt völlig unerwartet eine ganz andere Leckerei auf sie. „Ich wollte eigentlich den Mitgliedern der NABU nur kurz Hallo sagen“, sagt Wüllner, die das Angebot der Naturschützer nicht ausschlagen kann, einen im großen Topf über offenem Feuer köchelnden Apfelsaft zu probieren. „Der pure Saft aus Äpfeln der Region wäre ja nicht das Problem, würde er nicht mit einem ordentlichen Schuss serviert.“ Nach dem ersten Schluck der mit Amaretto verfeinerten Vitaminspritze ist es auch schon um sie geschehen: „Unglaublich lecker“, schwärmt sie, nicht ohne anzumerken, dass sie eine leichte Wirkung des Alkohols spüre.

Freiwilliger Test

Pusten: Monika Wüllner testet bei Polizist Torsten Mähl ihren Atemalkoholgehalt.

„Ich merke durchaus, dass der Saft einige Prozente hat, fühle mich aber gut.“ So macht sich die Reporterin guter Dinge mit der noch halbvollen dritten Tasse auf zu Polizeioberkommissar Torsten Mähl, mit dem sie sich vorab zum freiwilligen Alkoholtest verabredet hat. Das Testgerät liegt bereit, sodass die Bad Arolserin schnell den letzten Schluck ihres neuen Lieblingsgetränks herunterkippt und direkt in das Röhrchen pustet. Während die Auswertung läuft, weist Mähl sie auf den deutlichen Alkoholgeruch hin, der ihm beim Gespräch entgegenströmt. „Das wäre in einer realen Kontrolle ein direkter Grund für einen Alkoholtest“, sagt er und macht klar, dass selbst das von Wüllner noch schnell eingeworfene Kaugummi hier nichts dran ändern kann. Am Ergebnis offenbar auch nicht: 0,32 Promille zeigt das Gerät an. „Bei einem Unfall würde das in die Beurteilung mit einfließen“, erklärt der Polizist und rät allen Weihnachtsmarktbesuchern, lieber gleich das Auto stehen zu lassen. So, wie es auch die Testerin tut: „Ich kann überhaupt nicht einschätzen, wie schnell oder langsam der warme Alkohol wirkt“, sagt Wüllner. „Egal, wie die Wirkung ist, fahren würde ich ohnehin schon nach dem ersten Schluck nicht mehr.“ 

Der Wolfhager Polizeidienststellenchef Volker Pieper rät: „Zum Weihnachtsmarkt gehören natürlich auch der Glühwein und andere wärmende Getränke dazu. Allerdings sollte man das Auto dann stehen lassen, um jede böse Überraschung zum Fest von vornherein zu vermeiden.“

Schlagworte zu diesem Artikel

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.