Stroh gegen Matsch

Geschwister aus Rhöda beim Fendt-Feldabend in Mosheim dabei

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Sie sind mit dem Fendt-Kettcar da: Valentin und Melina Müller aus Rhöda. Sie freuen sich das ganze Jahr auf das Fest in Mosheim, sagt Vater Stefan.

Mosheim/breuna. Der 16. Fendt-Feldabend auf dem Geländer der Familie Hocke drohte zu einer Schlammschlacht zu werden. Doch Gastgeber Hans-Werner Hocke und viele fleißige Helfer bekamen die schwierige Lage in den Griff.

Der Agrartechniker und Freunde verteilten über 50 Ballen Stroh, damit der Matsch rund ums Zelt und das Vorführgelände einigermaßen begehbar war. Innerhalb von zwei Stunden wurden in Mosheim 28 Liter Regen gemessen – so viel wie bisher an keinem Tag in diesem Jahr. Danach blieb es trocken. Rund 100 Helfer trugen zum Gelingen des Volksfestes bei.

Hocke sowie die Veranstalter – die Raiffeisen-Waren-GmbH Kassel und der Agrartechnikhersteller Fendt – waren trotz Wettertiefs hoch zufrieden. Nach ihren Angaben kamen über 2000 Besucher. Im Vorjahr waren es 3500 gewesen. Diesmal wurden nur die Schlepper vorgestellt, das technische Anbau-Gerät blieb „trocken”.

„Für die gesamte Landwirtschaft war dieser Regen sehr wichtig, für den Feldtag eine Katastrophe”, meinte Agrartechniker Hocke. Friedrich Lux von der Abteilung Technik der Raiffeisen-Waren-GmbH Kassel mit über 2000 Mitarbeitern in fünf Bundesländern und Dänemark und Thomas Stieglitz, Fendt-Vertriebsleiter in Hessen und Thüringen, wollten sich über den wolkenbruchartigen Regen überhaupt nicht beschweren: „Der Regen ist ein Segen für unsere Kunden, für die Aussaat Gold wert, das Beste, was passieren konnte.”

Interessant war, dass die großen Schlepper mit bis zu 517 PS auch kleine Kinder begeistern. Julia und Maximilian Fey aus Melsungen: „Unsere Kinder sind Traktor-Fans. Das hier heute war wieder super toll.”

Am 650 PS starken Mähdrescher mit 12,20 Meter Schnittbreite – mit das Größte auf dem deutschen Markt – waren Bruno Scharnke und Andreas Schuchardt aus Kassel und ihre Kinder begeistert: „Die Kinder sind Landmaschinen-Fans.”

Valentin und Melina Müller aus Breuna-Rhöda hatten ihr Fendt-Kettcar nach Mosheim mitgebracht. „Die Kinder freuen sich das ganze Jahr auf dieses Fest”, sagt Vater Stefan, der Hobby-Landwirt. Nicht-Landwirt Gerd Leo aus Gensungen, der 40 Jahre in der Datenverarbeitung tätig war, sagte: „Landwirtschaftliche Maschinen haben mich schon immer fasziniert. Das ist spitze.”

Und der Bauschlosser Peter Schanze aus Felsberg ist von Kind an von großen Maschinen begeistert, wie er betont. Sein Vater fuhr den größten Bagger in einem Gensunger Bauunternehmen, sein Schwiegersohn ist Milchbauer. Dort hilft er viel, und der Fendt-Feldabend bot auch ihm wieder viel Gesprächsstoff über Bauern, Bagger und Schlepper.

Sogar eine große Raupe für die Feldbearbeitung konnte man bewundern. Mit 650 Pferdestärken unter der Haube. Nur ein Beispiel für die technische Revolution in der Landwirtschaft.

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