Mütter wollen randalierenden Nachwuchs maßregeln

Vandalismus in Breuna: Kinder zeigen Reue

Die Schutzhütte am Schoren: Außen an der Schutzhütte wurden Holzlatten abgerissen und überall verteilt. Zwei Kinder im Alter von 12 und 13 Jahren haben die Taten inzwischen gestanden und zeigten Reue.
+
Die Schutzhütte am Schoren: Außen an der Schutzhütte wurden Holzlatten abgerissen und überall verteilt. Zwei Kinder im Alter von 12 und 13 Jahren haben die Taten inzwischen gestanden und zeigten Reue.

Zwei Schüler im Alter von 12 und 13 Jahren haben in einer Schutzhütte in Breuna randaliert und Holzlatten abgerissen. Nun gestanden sie ihre Tat.

Breuna – An verschiedenen Stellen in Breuna entstand Schaden. Breunas Bürgermeister Jens Wiegand erstattete bei der Polizei Anzeige und die Wolfhager Beamten konnten nach einem Hinweis auch direkt die Täter ausfindig machen. Zwei Kinder im Alter von 12 und 13 Jahren haben gestanden, die Schäden angerichtet zu haben. Beide sind allerdings nicht strafmündig. Das wiederum hat deren Mütter veranlasst, erzieherische Maßnahmen zu ergreifen. Bereits Anfang Oktober wurden die ersten Schäden entdeckt und dokumentiert. Anfang dieser Woche wurden erneut Schäden festgestellt.

Betroffen ist die Kindertagesstätte Pusteblume, das Wassertretbecken Am Braunsberg in Breuna, die Grillhütte Am Braunsberg sowie die Schutzhütte am Schoren zwischen zwei Windenergieanlagen. Der Schaden insgesamt liegt bei ungefähr 750 Euro.

Wir hoffen, dass jemand etwas gesehen hat und Hinweise geben kann.

Jens Wiegand

„Wir hoffen, dass jemand etwas gesehen hat und Hinweise geben kann“, sagte Breunas Bürgermeister Jens Wiegand, bevor er vom Fahndungserfolg der Polizei erfuhr. Den nahm er mit Erleichterung zur Kenntnis. Wiegand sei gesprächsbereit und er finde es richtig, dass Eltern hier die Konsequenzen ziehen.

Verfahren eingestellt: Täter sind noch nicht strafmündig

Üblicherweise leitet die Polizei nach einer Strafanzeige den Fall an die Staatsanwaltschaft weiter. Weil die Kinder aber nicht strafmündig sind, wird das Verfahren eingestellt, allerdings auch das Jugendamt über die Vorfälle verständigt. „Die Eltern wollen unbedingt, dass ihre Kinder zur Verantwortung gezogen werden, sozusagen als erzieherische Maßnahme“, teilte die Polizei mit. Zwar habe die Polizei darauf keinen Einfluss, aber die Gemeinde könne angesprochen werden. Klar sei auch, dass die beiden Kinder nicht alles selbst wieder herrichten könnten. Aber das, was ihrem Alter entsprechend getan werden könne, sollte ihnen auch übertragen werden, dass jedenfalls sei die Rückmeldung der beiden Mütter der Kinder.

Breunas Bürgermeiser will nun mit den zuständigen Mitarbeitern die Vorgehensweise besprechen.

Von Monika Wüllner/mow

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.