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Kitas in Breuna nahmen vier Jahre lang an Energiespar-Projekt teil

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Von: Paul Bröker

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 Luana und Angel stehen an einem Waschbecken ihrer Kita.
Hahn zu: Die Breunaer Kita-Kinder Luana (links) und Angel wissen jetzt, wie man Energie spart. Ermöglicht hat dies das Projekt „Clever fürs Klima“. Hier sind die beiden im Waschraum der Kita Pusteblume zu sehen. © Paul Bröker

Die beiden Breunaer Kindertagesstätten Pusteblume und Regenbogen haben durch das Projekt „Clever fürs Klima“ Energie eingespart.

Breuna – Luana, Angel, Anni und Marta wissen jetzt eines: Das Licht muss nicht brennen, wenn man nicht im Raum ist, und: Wasser lässt sich sparen, wenn man es nicht im Überfluss aus dem Hahn quellen lässt. Dass sie als Breunaer Kita-Kinder schon Energiespar-Experten sind, verdanken sie dem Projekt „Clever fürs Klima“. Dabei haben sie seit 2018 Energie eingespart und somit auch ihrer Kita etwas Gutes getan. Denn: „Die Einsparung gab es als Prämie für die Kitas zurück“, erklärt Breunas Bürgermeister Jens Wiegand. Ein Viertel der eingesparten Kosten habe die Prämie betragen.

Die vier genannten Kinder gehen in die Kita Pusteblume in Breuna. Doch auch in der Kita Regenbogen in Oberlistingen wurde das Licht rasch wieder ausgemacht, die Heizung heruntergedreht, Wasser gespart und mit einem Baukasten zu Energiethemen experimentiert. „Der Experimentierkasten war eher was für die Größeren“, sagt Cornelia Grebe, die Leiterin der Kita Pusteblume.

Kinder sollen auf Thema Energie aufmerksam werden

Das Projekt sollte die Kinder – und deren Umfeld – sensibel für das Thema Energie machen. „Eine Art Mint-Bildung im Kindergartenbereich“, erklärt Petra Wendtlandt. Mint steht für die naturwissenschaftlichen und technischen Fächer. Wendtlandt ist die Projektbetreuerin bei Energie 2000, der Energieagentur im Landkreis Kassel.

Breuna sei bei diesem Projekt die antragstellende Kommune gewesen, erklärt sie. Beteiligt waren auch Baunatal und Niestetal. 24 Kitas nahmen durch diesen Antrag teil. „Das Thema Energiesparen hat durch den Krieg an Aktualität gewonnen“, sagt Daniela Hütter, Leiterin der Kita Regenbogen in Oberlistingen. „Jetzt spart man durch die Tipps ordentlich.“

Dabei sei das Einsparpotenzial in den Kitas überschaubar, erklärt Petra Wendtlandt. „In der Kita fühlt man sich wie in einem zweiten Zuhause“, sagt sie. Daher achteten die Erzieherinnen und Erzieher bereits stärker auf den Energieverbrauch, als dies an Schulen der Fall sei.

Sechs Prozent Heizenergie eingespart

Zusammen haben beide Breunaer Kitas im Jahr 2021 durchschnittlich sechs Prozent an Heizenergie und ein Prozent Strom eingespart. Dafür gab es eine Urkunde von Energie 2000 und dem Landkreis Kassel. Die vorerst letzte, denn nun endet die Förderphase des Projekts. Was bleibt? „Dass sich auch ohne Investitionen in die Gebäude bereits Energie einsparen lässt – ohne dass die Kinder frieren müssen“, hält Petra Wendtlandt fest.

Die Kitas seien zudem von Fachleuten von Energie 2000 zu energetischen Einsparpotenzialen beraten worden. „Jedes Gebäude hat jetzt eine Liste mit Einsparmöglichkeiten.“ Dabei sollte das Energiesparen kein Wettbewerb werden. „Jeder hat für sich gespart“, sagt Petra Wendtlandt. Ansporn habe es aber genug gegeben: Fortbildungen für Erzieherinnen, Tipps zum richtigen Lüften sowie Ratschläge zur energiebewussten Nutzung von Elektrogeräten sollen ihren Effekt auf Erzieherinnen und Eltern haben. (Paul Bröker)

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