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Private E-Ladestation für andere nutzbar

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Von: Monika Wüllner

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Mario Fischer aus Wettesingen hat an seinem Haus eine Solaranlage installiert und eine E-Lade-Station gebaut, die auch für die Öffentlichkeit zugänglich ist. Breunas Bürgermeister Jens Wiegand begrüßt die Idee.
Strom vom Dach: Mario Fischer aus Wettesingen hat an seinem Haus eine Solaranlage installiert und eine E-Lade-Station gebaut, die auch für die Öffentlichkeit zugänglich ist. Breunas Bürgermeister Jens Wiegand begrüßt die Idee. © Monika Wüllner

Stillstand gibt es bei Mario Fischer in Wettesingen nicht. Wenn er nicht gerade alte Häuser in Wettesingen oder Niederlistingen zu modernen Wohnungen umbaut, setzt er sich mit dem Thema Strom auseinander, kauft sich ein E-Auto und installiert direkt dazu eine Ladestation, die er allen zugänglich macht.

Wettesingen - Nun können also E-Autofahrer auch in Wettesingen Strom tanken. Der Strom kommt quasi vom Dach, wo große Sonnenkollektoren die Energie auffangen. Gespeichert wird die Energie in einem großen Speicher im Haus. Künftig sollen auch die Mieter davon profitieren können. Fischer will das ganze Haus samt seines Unternehmens MDF in der Unteren Straße autark betreiben. Investiert hat Mario Fischer dafür 70 000 Euro.

Darauf gekommen ist er letztlich durch die Anschaffung eines eigenen E-Autos, einem schnittigen Ford Mach-E. Aber auch, weil er einen Beitrag zur Ladeinfrastruktur leisten will. Jetzt nach dem vierwöchigen Probelauf gibt Fischer grünes Licht für beide Ladestationen an seinem Haus.

Breunas Bürgermeister Jens Wiegand findet das Engagement Fischers ganz hervorragend. „Nicht jeder hat eine Wallbox am Haus installiert“, sagte Wiegand. Und das Aufladen per normaler Steckdose dauere zu lange. Auch Wiegand ist bereits auf ein E-Auto umgestiegen. Eine Tankmöglichkeit gibt es in Breuna auch. Direkt an der Märchenlandtherme ist das Aufladen der E-Autos möglich. Für E-Bikes gibt es sogar eine Ladestation am Rathaus in Breuna. „Die könnte aber noch besser genutzt werden“, sagte der Rathauschef. Vermutlich müsse sich das noch weiter herumsprechen.

Wer die Elektro-Ladestationen sucht, wird im Internet fündig. Dort sind die Stationen aufgelistet. Auch die ganz neue in Wettesingen. Bezahlt wird dort mittels einer Handy-App oder aber mit Geldkarte. 52 Cent kostet die Kilowattstunde mit Grundgebühr.

Mario Fischer erläutert, dass sich sein Fahrverhalten durch das E-Auto geändert habe. Er habe mehr im Blick, wie weit die Stromfüllung reiche, auch fahre er wesentlich entspannter. Die moderne Technik des Autos ermögliche, dass er im Display des Autos angezeigt bekomme, wo die nächste E-Tanke ist und ob es dort ein freies Plätzchen gibt. Dennoch könne er aus beruflichen Gründen aber nicht ganz auf einen herkömmliche Motorisierung verzichten. So hat er für sein Unternehmen, für das er öfter auch mal schwere Bauteile transportieren muss, ein dieselbetriebenes Fahrzeug. Er hofft aber, dass auch hier die Zeit mit der Weiterentwicklung der Elektromotoren allen Umsteigern entgegenkommt. Auch die Entwicklung der Akus bleibe ja nicht stehen und da habe sich schon eine Menge getan. Fischer hatte vor einigen Jahren die Alte Schule in Niederlistingen gekauft und zu Wohnungen umgebaut. Auch dort könnte er sich eine Elektro-Ladestation gut vorstellen. An Ideen mangelt es ihm jedenfalls nicht.

Von Monika Wüllner

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