Erst Blühflächen, dann die Bienen

Loud-GmbH in Breuna stellt freies Land für Blühflächen zur Verfügung

Auf dieser Blühfläche sollen sich bald Insekten tummeln können: (von links) Sebastian Hohmann, Dr. Walter Weymann und Tim Wiegand bei der Vorbereitung der Fläche.
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Auf dieser Blühfläche sollen sich bald Insekten tummeln können: (von links) Sebastian Hohmann, Dr. Walter Weymann und Tim Wiegand bei der Vorbereitung der Fläche.

Im Breunaer Gewerbegebiet soll eine Blühfläche entstehen.

Breuna – Jetzt trägt der Aufruf von Dr. Walter Weymann im Oktober des vergangenen Jahres beinahe Früchte. Denn wenn das Wetter mitspielt, werden auf einer neuen Blühfläche in der Nähe des Breunaer Gewerbegebietes die frisch gesäten Blumen auch blühen. Das Unternehmen Loud GmbH hatte sich nach dem Artikel in der HNA bei Dr. Weymann gemeldet, der Sprecher der Arbeitsgruppe Landwirtschaft im Arbeitskreis Natur und Umwelt in Breuna ist.

Nach dem Aufruf von Dr. Weymann meldete sich unter anderem Tim Wiegand, Geschäftsführer der Loud-GmbH in Breuna (Veranstaltungs- und Medientechnik) und wollte gerne eine Fläche in der Nähe des Gewerbegebietes Im Strang zur Verfügung stellen. Weil die Gerätschaften dafür ohnehin gerade einsatzbereit waren, wurde Idee auch direkt umgesetzt. Weymann zog sofort los, um das entsprechende Stück Land vorzubereiten.

„Wenn jetzt noch das Wetter mitspielt, soll ein Imker ein Volk auf diese Fläche bringen. Aber erst dann, wenn etwas blüht“, erklärte Dr. Walter Weymann weiter. Das Wetter bleibe nun mal der große unbekannte Faktor in der Landwirtschaft, daran lasse sich nichts ändern. Ein Imker aus Breuna habe bereits Interesse und werde sich entsprechend einbringen.

Auch einige andere Landwirte rund um Breuna seien bereits dabei, Blühflächen vorzubereiten. „Es ist auch ganz gleich, ob es eine große oder kleine Fläche ist. Die Vielfalt macht den Reiz für die Insekten aus“, so Agrar-Ingenieur Dr. Walter Weymann. Wenn das Projekt auf breite Schultern gepackt werde, trage das zum Erfolg bei. Überhaupt seien die Teilnehmer der Arbeitsgruppe sehr aktiv, wie der Sprecher begeistert erklärte.

Blühflächen sind neben dem Erhalt von Landschaftselementen ein effektiver Weg zu mehr Artenvielfalt in der Agrarlandschaft, teilt der Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen mit.

Blütenpflanzen seien eine wichtige Nahrungsquelle für Insekten. Zahlreiche Wildtiere brüten und finden Schutz in den zeitweise unbewirtschafteten Flächen. Blühende Feldränder zeigten den aktiven Beitrag der Landwirtschaft zur Biodiversität. Aus betrieblicher Sicht empfiehlt sich eine ökologische Aufwertung durch Blühflächen besonders zur Optimierung ungünstiger Flächenzuschnitte oder auf Ackerbereichen mit eingeschränkter Bewirtschaftbarkeit und Produktivität. (Monika Wüllner)

llh.hessen.de

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