Vom Unternehmen ins Rathaus

Mario Fischer will Bürgermeister in Breuna werden

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Hat ein Faible für außergewöhnliche Autos: Bürgermeisterkandidat Mario Fischer aus Wettesingen mag am liebsten tuckernde Motorengeräusche, wenn er mit seinem Auto gemütlich übers Land fährt. 

Mario Fischer (49 Jahre) will Bürgermeister in Breuna werden. Er ist einer von mittlerweile nur noch fünf Kandidaten in Breuna, die sich für den Chefsessel im Rathaus begeistern. Der Unternehmer lebt mit seiner Familie in Wettesingen.

Er tritt – wie alle weiteren vier Kandidaten – als parteiloser Kandidat an. Sein SPD-Parteibuch hat er zurückgegeben, nachdem er gemerkt hatte, dass da einiges nicht zu seinem unternehmerischen Denken passt.

Seine Entscheidung, sich für das Amt des Bürgermeisters zu bewerben, hat er kurz nach der Bundestagswahl getroffen. „Du musst was tun“, habe er sich gesagt. Aber auf kommunaler Ebene. Deshalb habe er auch bei der SPD „reingeschnuppert“. Nun, mit knapp 50, habe er den Wunsch, in seinem Leben noch einmal etwas Neues zu wagen. Sollte er es ins Rathaus schaffen, würde aber sein Unternehmen MDF-Dienstleistungen (Statik- und Planungsbüro für Stahl-, Metall- und Hochbau) bestehen bleiben. Ein Geschäftsführer müsste dann den Großteil seiner Aufgaben übernehmen. Ein Auge werde er aber im Geschäft behalten.

Seine Themen im Wahlprogramm drehen sich um drei Punkte: Märchenlandtherme Breuna, demografischer Wandel und Digitalisierung. Bei der Therme will er den jährlichen Verlust von 170 000 Euro versuchen auszugleichen. Und zwar, indem er auf Kommunen zugeht, deren Hallenbäder bereits geschlossen wurden, und sie dazu bewegt, Schulkinder gegen einen Kostenbeitrag in Breuna schwimmen zu lassen. „Als Unternehmer ist es ein Grundsatz, dass man durch Verluste nicht bestehen kann“, sagte Fischer.

Beim demografischen Wandel will Mario Fischer mit eigenem Beispiel vorangehen. Mit der Sanierung alter Gebäude habe er Bürger neu in der Gemeinde Breuna ansiedeln können. So will er Investoren animieren, es ihm gleich zu tun. Die Digitalisierung soll in der Verwaltung beginnen: Anträge und Anfragen sollen auch online gestellt werden können. Internetverbindungen und ein lückenloses Mobilfunknetz will er durch Fachwissen vorantreiben. Auf die gute Arbeit des Amtsinhabers Klaus-Dieter Henkelmann könne er gut aufbauen. Sollte er die Wahl gewinnen, werde er die Übernahme im Rathaus sensibel gestalten. „Ich werde nicht in vier Wochen alles umkrempeln“, sagte Fischer. Auffallen würde seine Anwesenheit im Rathaus auf jeden Fall: Durch außergewöhnliche Autos, mit denen er in seiner Freizeit gern gemütlich übers Land cruist.

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