385 000 Euro sind eingeplant 

Nach langem Warten: Dorfgemeinschaftshaus in Oberlistingen wird renoviert

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Veränderungen deutlich sichtbar: Der Treppenbelag am Dorfgemeinschaftshaus wurde bereits entfert. Hier wird demnächst noch ein Treppenlift eingebaubt. Im Bild Breunas Bauamtsleiter Kai Päckert und Bürgermeister Klaus-Dieter Henkelmann.

Im Frühjahr 2018 sollten die Bauarbeiten zur Sanierung des Dorfgemeinschaftshauses in Oberlistingen starten. Doch nicht ein einziges Gewerk konnte nach der Ausschreibung vergeben werden, weil es keine Angebote gab. Doch jetzt läuft’s

Allein im Elektrohandwerk wurden 17 Betriebe angeschrieben, nur einer hat überhaupt ein Angebot abgegeben. Doch jetzt läuft’s. „Viel Geld wird verbaut, man sieht im ersten Augenblick gar nicht, was alles gemacht wird“, sagte Breunas Bauamtsleiter Kai Päckert. 385 000 Euro wurden für die Sanierung einkalkuliert. 225 000 Euro gibt es aus dem Budget des kommunalen Finanzausgleichs dazu.

Heller und freundlicher: Der Saal im Dorfgemeinschaftshaus Oberlistingen.

Die größten Veränderungen sind im Erdgeschoss des Gebäudes zu sehen. Dort entsteht ein neuer Jugendraum und der Raum für die DLRG wird saniert. Dafür wurden Wände entfernt und der Bereich offener gestaltet. Zudem mussten neue Stahlträger eingezogen werden. In Sachen Brandschutz muss nach neusten Richtlinien auch einiges verändert werden. So gibt es im Obergeschoss im Thekenbereich nun eine Fluchttür.

Anfänglich wurde geplant, dass ein Fahrstuhl ins Dorfgemeinschaftshaus eingebaut wird, weil die steile Außentreppe Menschen mit Einschränkungen beziehungsweise Eltern mit Kinderwagen einen Zugang zum Dorfgemeinschaftshaus nur schwer möglich macht. Doch der Fahrstuhl sollte allein 80 000 Euro kosten und hat damit die Planung quasi gesprengt. „Wir haben darauf verzichtet und setzen nun auf einen Treppenlift“, sagte Breunas Bürgermeister Klaus-Dieter Henkelmann. 

Die Sanierung des Dorfgemeinschaftshauses in Oberlistingen hatte sich um ein Jahr verzögert. Es wurde  erneut ausgeschrieben, und dann klappte es endlich, wie Breunas Bürgermeister Klaus-Dieter Henkelmann (im Bild mit Bauamtsleiter Kai Päckert) erklärte.

Die Plattform des Treppenlifts bleibt bei Nichtnutzung im oberen Treppenbereich eingeklappt. Optisch wird die Treppe nach der Sanierung sicherlich nicht wiederzuerkennen sein. Das deutet sich schon an. Auch der große Saal mit Bühne wirkt jetzt schon völlig anders, als der in die Jahre gekommene dunkle Raum vor der Sanierung. 

Und hier sieht man eben nicht auf Anhieb, wo das Geld steckt. Denn die Elektrik wurde in die Zwischendecke gezogen, an der Bühnenseite eine Wand hochgemauert und im hinteren Bereich wird noch eine barrierefreie sanitäre Anlage eingbaut. Klaus-Dieter Henkelmann und Kai Päckert rechnen mit der Fertigstellung des Dorfgemeinschaftshauses bis zum Jahresende.

Die Gemeinde Breuna ist seit 2014 im Dorfentwicklungsprogramm des Landes Hessen. Bis zum Jahr 2023 können noch Projekte umgesetzt werden. Voraussetzung dafür war ein Integriertes Kommunales Entwicklungskonzept (IKEK), in dem Breuna den Bedarf für die Dorfentwicklung festgelegt hatte. Dieses Konzept wurde gemeinsam mit dem Servicezentrum Regionalentwicklung des Landkreises Kassel sowie dem Planungsbüro Bankert, Linker und Hupfeld aus Kassel erarbeitet.

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