Abflussrohr im Anhängerboden

Polizei entdeckt "abenteuerlichen" Wohnanhänger an der A44

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Dieser Anhänger wurde sofort aus dem Verkehr gezogen.

Breuna. Ein außergewöhnlicher Fall von Verkehrsunsicherheit hat Beamte des Polizeipräsidiums Nordhessen auf dem Autohof Elsinger Höhe an der A44 (Kreis Kassel) beschäftigt.

Bereits in der Nacht zu Freitag war die Polizei auf dem Autohof in der Nähe von Breuna im Einsatz, teilte ein Sprecher am Samstag mit. Ein 54-Jähriger aus Dormagen (NRW) war gerade im Begriff, seinen zum Wohnwagen umgebauten Sattelauflieger, der Jahrzehnte alt sein dürfte, mit einer nahezu neuen Zugmaschine nach Hause zu ziehen. Doch ein Verkehrsteilnehmer hatte die Polizei auf den Anhänger aufmerksam gemacht, der sofort aus dem Verkehr gezogen wurde.

Der Toilettenabfluss des Wagens bestand aus einem Rohr, das aus dem Anhängerboden ragte.

"Auch wenn der recht frische Außenanstrich, bei dem auch teils die Räder nicht ausgelassen wurden, einen verkehrssicheren Eindruck vermitteln könnte, waren Metallträger und Blattfedern brüchig, die Stromversorgung höchst bedenklich und die Wasserver- und -entsorgung abenteuerlich", schilderte die Polizei den Wagen in einer Pressemitteilung. Der Toilettenabfluss war beispielsweise nur ein Rohr, das aus einem mit einer Stichsäge in den Boden gesägtes Loch im Anhängerboden ragte. Auch waren tragende Teile des Anhängers, die auseinanderzubrechen drohten, lediglich mit Seilen gesichert. 

Wagen war als Pferdeanhänger zugelassen

Zu einer weiteren Überraschung führte auch die Überprüfung des amtlichen Kennzeichens. Eigentlich für einen Pferdeanhänger ausgestellt, prangte es am Heck des kantigen Wohnanhängers. Der 54-Jährige muss sich nun auch wegen Urkundenfälschung und Kennzeichenmissbrauch verantworten, da er im Verdacht steht, das Kennzeichen zur Täuschung einer Zulassung angebracht zu haben.

Eine Zuteilung seitens der Zulassungsstelle wäre ohnehin nicht möglich gewesen, da der Zustand eine Betriebserlaubnis unmöglich macht. Die Weiterfahrt wurde untersagt. Der Anhänger muss nun selbst aufgeladen und vom Rasthof fortgebracht werden.

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