Tempolimit gilt jetzt für Lkw 

Grünes Licht für Tempo 30 in Breuna

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Ab jetzt Fuß vom Gas: In Breuna gilt für Lkw ab sofort Tempo 30. 

Breuna – Seit der Woche vor Ostern stehen in Breuna die neuen Schilder, die Lkw-Fahrern innerhalb der Ortschaft nur noch ein Tempo von 30 Stundenkilometern erlauben.

Hessen Mobil hatte die Schilder installiert, nachdem der Landkreis Kassel grünes Licht dafür gab. Weniger die Geräuschkulisse in Breuna ließ die Verordnung zu, sondern die Verkehrssicherheit.

Betroffen von der Anordnung sind die Straßen Wolfhager Straße, Kasseler Straße und die Volkmarser Straße. Das gemeinsame Ordnungsamt, zu dem Breuna, Bad Emstal, Gudensberg, Habichtswald, Naumburg, Niedenstein und Zierenberg gehören, kündigte Kontrollen durch Geschwindigkeitsmessungen an. Noch kann man nicht den Eindruck gewinnen, dass alle Lkw gemäßigt durch den Ort fahren. Bei der Suche nach Fotostandorten für ein geeignetes Bild jedenfalls fuhren Lkw deutlich schneller, als die erlaubten 30 km/h.

Lange genug hatte sich Breunas Bürgermeister Klaus-Dieter Henkelmann geärgert, dass unter anderem die Lkw als Zulieferer für die Logistikhallen in Volkmarsen die Ortsdurchfahrten in Breuna nutzen, statt wie beim Bau der Logistikhallen vereinbart den Autobahnanschluss über Warburg zur A 44. Weder eine versprochene Umgehungsstraße zur Anschlussstelle der Autobahn bei Warburg sei gebaut worden, noch eine andere Entlastung wie eine Ortsumgehung bei Bad Arolsen sei realisiert worden.

Es sind aber auch nicht ausschließlich diese Zulieferer-Lkw, die durch Breuna rollen, denn die Ortslage Breuna wird auch als Bedarfsumleitung genutzt. Kracht es in der Nähe der Autobahnabfahrten, rollt sämtlicher Autobahnverkehr noch zusätzlich durch den Ort. Weil die Landesstraße durch Breuna zusammen mit den Bundesfernstraßen ein Verkehrsnetz bildet und vorwiegend einem über das Gebiet eines Kreises hinausgehenden Durchgangsverkehr dient, darf die Straße laut Hessischem Straßengesetz nicht einfach gesperrt werden.

Im vergangenen Jahr gab es einen runden Tisch, an dem Vertreter der Landkreise Waldeck-Frankenberg und Kassel teilgenommen haben (wir berichteten). Nach einem Ortstermin hatte der Regierungspräsident dem Landrat des Landkreises Kassel, Uwe Schmidt, in einem Brief mitgeteilt, dass aus Sicht der Fachaufsicht im Regierungspräsidium eine Temporeduzierung für Lkw über 7,5 Tonnen auf 30 km/h aus Gründen der Verkehrssicherheit für die drei Straßen nicht zu beanstanden wäre. Zuständig für die Anordnung der Verkehrsbeschränkung ist der Landrat.

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