Hitze macht Blüten kaputt

Vom Nabu Breuna angelegte Blühflächen sind verdorrt

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Breuna. Die seit Wochen anhaltende Hitzeperiode mit gleichzeitig fehlenden Niederschlägen hat den Verantwortlichen und den fast 150 Mitgliedern des Ortsvereins Breuna im Naturschutzbund (Nabu) Deutschland einen Strich durch die Rechnung gemacht.

Denn mit Spende vom Tränkeverein in Höhe von 750 Euro (wir berichteten) und eigenem Geld von fast 250 Euro kauften die Breunaer Natur- und Umweltschützer Samen, um damit auf insgesamt über 3000 Quadratmetern Blühflächen anzulegen. Zwei auf dem Gebiet der Kerngemeinde sowie jeweils eine in Oberlistingen und auf Wolfhager Gebiet am Braunsberg. Die maschinelle Bearbeitung und Aussaat hatte Landwirt Horst Hohmann ehrenamtlich übernommen.

Mit dem Anlegen der Blühflächen wollten die Breunaer Nabu-Freunde den vielen Bestäubern und Insekten ein vielfältiges Blütenangebot machen. Darunter befinden sich auch viele landwirtschaftlichen Nützlinge, die eine Bedeutung zur biologischen Schädlingsbekämpfung leisten. Aber auch für andere Tiere stellen Blühflächen ein wichtiges und wertvolles Nahrungs-, Fortpflanzungs- und Rückzugsbiotop dar. Nabu-Vorstandsmitglied Philipp Hartmann: „Blühflächen und -streifen haben einen großen Nutzen für die Umwelt, sind gleichzeitig auch ein Blickfang für das menschliche Auge und dienen dem Erhalt eines wichtigen Gutes, nämlich des Bodens.“

Wasser hat geholfen: (links) Das Ehepaar Brigitte und Günter Hohmann mit den Nabu-Mitgliedern Helmut Raabe, Lothar Herth, Philipp Hartmann, Janina und Sebastian Drude. Im Bild rechts verbrannte Erde: Die größte vorgesehene Blühfläche, ein von Hartmut Wagner kostenlos zur Verfügung gestellter Acker am Braunsberg, ist durch die Hitze so gut wie vertrocknet.

Die erhoffte Blütenpracht blieb bis auf wenige Ausnahmen aufgrund der heißen und trockenen Witterung aber ein Wunschdenken. Denn ausgenommen einer kleinen Fläche im Breunaer Ortskern, die regelmäßig vom dort wohnenden Ehepaar Brigitte und Günter Hartmann mit Wasser versorgt wurde, wird auf den anderen Arealen deutlich, was die langanhaltende Sonneneinstrahlung ausmacht.

Auf dem zu Wolfhagen gehörenden Acker hatte man mit Unterstützung der Breunaer Feuerwehr noch versucht, mit 1500 Litern Wasser den Hitzeschaden abzuwenden. Vergeblich. Dort wurde mit Feldsteinen und Totholz aber ein Refugium für Insekten und Amphibien angelegt, das sich regen Zuspruchs erfreut.

Trotz des entstandenen Schadens will man im kommenden Jahr erneut Blühflächen anlegen.

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