Wandern auf neuen Pfaden: Parlament stimmt für Premiumweg bei Breuna

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Die Extratour H1 führt seit 2011 an Breuna vorbei. Nun soll eine zweite Tour noch mehr Wanderer nach Breuna locken.

Wandern liegt im Trend. Längst ziehen nicht mehr nur ältere Menschen los, um Nordhessen zu erkunden. Bald sollen sie dies auch auf einem neuen Wanderweg zwischen Breuna und Volkmarsen können.

Das haben die Breunaer Gemeindevertreter bei ihrer jüngsten Sitzung im Dorfgemeinschaftshaus beschlossen. „Ziel ist ein orts- und landkreisübergreifender Premiumwanderweg“, sagt Breunas Bürgermeister Klaus-Dieter Henkelmann. Angedacht ist dabei eine Extratour in Verbindung mit dem Habichtswaldsteig, um das touristische Angebot der Orte auszubauen.

Umgesetzt werden soll das Angebot überwiegend auf bestehenden Wegen. Errichtet werden drei Einstiegsportale, an denen die Wanderer den Rundkurs starten können. Auch einen Namen hat der neue Wanderweg bereits: Steigerpfad. „Namensgeber ist der Berg Hoher Steiger, der nahe des Weges im Wald liegt“, erklärt Henkelmann, der sich wie die restlichen Gemeindevertreter erhofft, dass durch den neuen Weg neben den gastronomischen Angeboten auch die Übernachtungsangebote in der Gemeinde gestärkt werden.

Die Kosten für den neuen, 10,6 Kilometer langen Weg teilen sich die Gemeinde Breuna und die Stadt Volkmarsen. 34 000 Euro werden benötigt. Dafür werden auch Förderanträge gestellt. Die Gemeinde hofft, dass über Fördermittel 9300 Euro gestemmt werden. Die restlichen Kosten übernimmt der Heimat- und Verkehrsverein Breuna, sodass der Gemeinde für die Einrichtung des Weges keine Kosten entstehen. Für die Unterhaltung rechnet die Gemeinde dann jährlich mit etwa 1000 Euro.

Bevor die ersten Wanderer auf dem neuen Premiumweg loslaufen können, müssen ein Gutachten erstellt, Bäume zurückgeschnitten, die Wanderparkplätzen angelegt und Beschilderungen angebracht werden. Geplant ist, dass der Wanderweg im kommenden Jahr fertiggestellt ist und beworben werden kann. Er ist dann neben der Extratour H1 des Habichtswaldsteigs die zweite Tour im Bereich Breuna. „Es gibt auch noch einige kleine Wege, die die Leute laufen. Deren Pflege wollen wir aber reduzieren“, so Henkelmann. „Unser Ziel ist Klasse statt Masse – und da passt der neue Premiumweg perfekt rein.“

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