Gemeindevertreter votierten einstimmig

Windpark Rhödaer Holz: Breuna will bei Ablehnung klagen

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Windenergieanlagen bei Wettesingen: In Breuna sollen weitere Windenergieanlagen im Rhödaer Holz errichtet werden. Derzeit läuft das Antragsverfahren. Kommt von der Genehmigungsbehörde eine Ablehnung, soll dagegen geklagt werden.

Breuna. Die Gemeindevertreter in Breuna haben sich für eine Klage gegen das Regierungspräsidium entschieden, falls der Ablehnungsbescheid kommen sollte. 

Das Votum war einstimmig: Breuna will gegen das Regierungspräsidium klagen, sollte ein Ablehnungsbescheid im Bundesimmissionsschutzverfahren zur Errichtung von fünf Windenergieanlagen vonseiten der Behörde erfolgen. Zudem soll ein Entschädigungsverfahren nach dem Luftverkehrsgesetz beantragt werden.

Pläne drei Mal nachgebessert

Hintergrund ist, dass die Gemeinde seit 2011 Pläne für einen Windenergiepark im Rhödaer Holz auf den Weg gebracht hat. Drei Mal wurden die Pläne entsprechend verschiedener Einwendungen nachgebessert. Einzig das Bundesamt für Flugsicherung hatte nach fünf Jahren erstmals Einwände, weil die Windräder das Funkfeuer stören könnten.

Die SPD machte ihrem Unmut während der Gemeindevertretersitzung in Wettesingen Luft. „Dass das Regierungspräsidium solche Vorrangflächen erst ausweist und sich dann dagegen ausspricht, ist dilettantisch“, sagte SPD-Fraktionschef Frank Trampedach. Auch die CDU sei keinesfalls zufrieden mit der aktuellen Entwicklung, wie Friedhelm Becker erklärte. 

Allein dem Regierungspräsidium wolle die CDU jedoch nicht den schwarzen Peter zuschieben. Die Berechnungen der Flugsicherung seien schwer zu durchschauen. „Die Flugsicherung hat die Vorrangfläche gekannt und die Pläne gesehen. Wir hätten uns Kosten und Mühen sparen können, wenn der Einwand früher gekommen wäre“, sagte CDU-Fraktionsvorsitzender Becker.

Die Gemeinde Breuna ist 50-prozentige Gesellschafterin in der Windpark Rhödaer Holz Gesellschaft und gleichzeitig Eigentümerin von Bauflächen im Bereich des Bebauungsplanes. Ebenso beteiligt ist die Verbands-Energie-Werk Gesellschaft für Erneuerbare Energien mbH (VEW). Für das Entschädigungsverfahren sollen auch private Grundstücksbesitzer gewonnen werden.

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