Entscheidung der Gemeindevertretung Breuna

Zu teuer: Alte Schule in Niederlistingen wird nicht saniert

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Sanierung wird nicht mehr verfolgt: Die alte Schule in Niederlistingen soll an einen Privatinvestor verkauft werden.

Oberlistingen. Es wäre schön gewesen, wenn die Alte Schule in Niederlistingen ein neuer Ort der Begegnung geworden wäre. Doch nicht um jeden Preis. Das war das Fazit des Ortsvorstehers und CDU-Gemeindevertreters Friedhelm Becker während der Gemeindevertretersitzung.

Ein Gutachten habe ergeben, dass eine Sanierung des Gebäudes um die 325 000 Euro kosten würde. Außerdem seien dabei noch nicht die unvorhersehbaren Kosten berücksichtigt. Deshalb soll das Projekt Alte Schule nun nicht weiter verfolgt werden, sondern lieber in das Dorfgemeinschaftshaus aus den 1980er-Jahren investiert werden.

Dem Beschluss stimmten SPD und CDU ohne zu zögern zu. „Das Kosten-Nutzen-Verhältnis wäre eine große Herausforderung“, sagte Friedhelm Becker. Zudem kenne die jüngere Generation im Ort die Alte Schule als solche gar nicht mehr und hätte so gar keinen Bezug zu dem Gebäude. Dennoch war der Ortsbeirat bestrebt, Wünsche im Rahmen der Möglichkeiten umzusetzen. Mehrere Veranstaltungen habe es gegeben, um zu sehen, wie hoch der Raumbedarf im Ort sei. Das Ergebnis des Gutachtens sei allerdings eindeutig.

Derzeit werden die Räume der Alten Schule im Untersgeschoss durch den Nabu-Ortsverband Breuna genutzt, der Jugendarbeit und im Oberseschoss durch den Heimat- und Geschichtsverein Niederlistingen. Zudem befindet sich im Obergeschoss eine Mietwohnung. Bei der Gemeindeverwaltung hat sich ein Investor gemeldet, der das Gebäude kaufen und kleine Wohneinheiten einrichten möchte, die schließlich vermietet werden sollen. Der Interessent habe laut Breunas Bürgermeister Klaus-Dieter Henkelmann (SPD) bereits erfolgreiche mehrere ähnlich gelagerte Projekte umgesetzt.

Der von den Niederlistingern angemeldete Raumbedarf soll dennoch realisiert werden. Nämlich in einem Anbau an das Dorfgemeinschaftshaus. Das DGH diene jetzt bereits als öffentlicher Treffpunkt sowohl für Vereine als auch für private Personen. Dieses Projekt DGH wäre wirtschaftlicher und vermutlich in kürzester Zeit umsetzbar. Schon im Frühjahr nächsten Jahres könnte Fördergeld für die Planungsleistungen beantragt werden. Umgesetzt werden könnte der Anbau im Jahr 2018. Die Gebäudeplanung und Voruntersuchung würde fast 31 000 Euro kosten, die Gemeinde würde bei einer 70-prozentigen Förderung einen Eigenanteil in Höhe von 13 000 Euro bezahlen.

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