Sieben Initiativen kooperieren als Aktivbündnis

Bürgerinitiativen kämpfen gegen Autobahnlärm

+
Die Bürgerinitiative Lärmschutz Zierenberg & Habichtswald will durch Tempolimits und einen lärmreduzierenden Belag auf der A44 eine  Reduzierung des Lärms erreichen.

Die Proteste einzelner Bürgerinitiativen gegen den Autobahnlärm werden zur Bewegung: Zum Aktivbündnis Lärmschutz haben sich jetzt Bürgerinitiativen aus Guxhagen und Heßlar (A7), Bad Hersfeld (A4), Edermünde (A49), Marburg (Stadtautobahn) sowie Schauenburg und Zierenberg mit Habichtswald (alle A44) zusammengeschlossen.

Ihr Tenor: Der Autobahnlärm macht krank, und die Politik muss endlich etwas tun, um die Anwohner zu schützen. Mit dem Zusammenschluss soll bei der zuständigen Straßenbaubehörde und den politischen Entscheidungsträgern in Wiesbaden Druck gemacht werden. Parallel geht die Arbeit in den Bürgerinitiativen weiter. Nach der Gründung der Bürgerinitiative Lärmschutz Zierenberg & Habichtswald im Februar dieses Jahres trifft sich einmal im Monat eine Lenkungsgruppe. 

Das maximale Lärmschutzziel soll in zwei Schritten erreicht werden. Zunächst soll bis zum sechsspurigen Ausbau der A44 ein überwachtes Tempolimit gelten und ein effizienter lärmreduzierender Belag im Zuge der jetzt anstehenden Fahrbahnsanierung aufgebracht werden. Damit soll die Zeit überbrückt werden, bis als effektive Lärmschutzmaßnahme ein Tunnel (Einhausung) gebaut wird, der Burghasungen und Ehlen lärmtechnisch abschirmt. Im Sommer soll laut Zierenbergs Bürgermeister Stefan Denn eine Informationsveranstaltung für alle Bürger aus Zierenberg und Habichtswald mit Hessen Mobil stattfinden. Dabei werden die aktuellen Lärmberechnungen vorgestellt. Außerdem sollen aktive und passive Lärmschutzmaßnahmen Thema sein.

Die Bürgerinitiative befürchtet, dass der Fokus auf passivem Lärmschutz, wie zum Beispiel dem Einbau neuer Fenster und Türen liegen soll. Dafür erhalten Hauseigentümer in solchen Fällen Zuschüsse. „Wenn aber viele dieses Angebot annehmen, werden alle weiteren Lärmschutzmaßnahmen für die Orte verhindert“, befürchtet BI-Sprecher Michael Friedmann.

Bürgerinitiative will fest installierte Messgeräte

Die Bürgerinitiative Zierenberg & Habichtswald hat inzwischen einen Webauftritt unter bi-lzh.de. Demnächst wollen sich alle Initiativen online vernetzen. Außerdem ist eine Infoveranstaltung geplant, bei der die Arbeit vorgestellt und über aktuelle Entwicklungen berichtet wird. An diesem Termin, der noch nicht feststeht, soll es auch um fest installierte Messgeräte zur Erfassung von Umweltdaten wie Lärm gehen, die sich die Bürgerinitiative für Burghasungen und Ehlen wünscht.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.