1. Startseite
  2. Lokales
  3. Wolfhagen

Bundesverdienstkreuz für Silke Ritter aus Altenstädt

Erstellt:

Von: Tanja Temme

Kommentare

Würdigung für ehrenamtlichen Einsatz: Seit Jahrzehnten bringt Silke Ritter kirchliche Angebote für Kinder auf den Weg. Dafür bekam sie aus den Händen von Landrat Andreas Siebert das Bundesverdienstkreuz.
Würdigung für ehrenamtlichen Einsatz: Seit Jahrzehnten bringt Silke Ritter kirchliche Angebote für Kinder auf den Weg. Dafür bekam sie aus den Händen von Landrat Andreas Siebert das Bundesverdienstkreuz. © Tanja Temme

Landrat Andreas Siebert überreichte das Bundesverdienstkreuz. Silke Ritter engagierte sich vor allem für Kinder in Kirche und Sportverein.

Altenstädt – Am liebsten würde sie die Medaille teilen, jedem ihrer Mitstreiter ein kleines Stück des Bundesverdienstkreuzes abgeben. Am Sonntagabend wurde Silke Ritter aus Altenstädt die hohe Auszeichnung zuteil. Bei einem Adventskonzert in der örtlichen Kirche übergab Landrat Andreas Siebert der 54-Jährigen die Verdienstmedaille.

„Alles, was ich gemacht habe, fand stets im Team statt –ich hatte immer starke Leute mit im Boot“, erklärte Silke Ritter. Wahrscheinlich ist sie deshalb auch schon so viele Jahre ehrenamtlich für die Gemeinde aktiv, ist sie doch eine typische Teamplayerin, eben jemand, der gerne in der Gemeinschaft wirkt, Dinge mit anderen gemeinsam vorantreibt.

Im Mittelpunkt ihres freiwilligen Wirkens steht kirchliche Arbeit, weshalb sie sich auch als „Gottes Bodenpersonal“ bezeichnet. Konkret: Seit mehr als 20 Jahren leitet sie die Initiative Kinderbibelwochenende (KiBiWo) in der Kirchengemeinde Altenstädt. „Fünf Mal im Jahr bieten meine 30 jungen Helfer und ich die Zusammenkünfte für Kinder an“, berichtet sie, dass in ihrem kleinen Ort ein solches Netzwerk geschaffen wurde, freut Ritter sehr. Denn das Zusammenwirken im Dorf ist ihr wichtig.

Ehrenamt in Kirche, Gemeinde und Sportverein

Auch bei der sonntäglich stattfindenden Kinderkirche, was eine Art Kindergottesdienst ist, hilft sie mit. Das ist allerdings längst nicht alles, wo sich die zweifache Mutter mit einbrachte: So inszenierte Silke Ritter mit Jungen und Mädchen Krippenspiele, half bei „Weihnachten im Schuhkarton“ mit, gestaltete alternative Gottesdienste und und und.

Außerdem war sie bei der ersten Flüchtlingswelle 2015 mittendrin. „Damals waren Menschen bei uns im Gemeindehaus untergebracht, die wir unterstützt haben“, erklärt die Bürokauffrau. Mit ihrer Unterstützung wurden Spielnachmittage und Kochabende für die Neubürger veranstaltet, und sie machte sich dafür stark, dass jeder ein Fahrrad bekam.

Auch als junge Frau machte sich Ritter für die Allgemeinheit stark, gründete vor 30 Jahren die Sparte Kinderturnen beim FC Altenstädt und gründete den Chor „Viel Harmonie“ mit. „1993 hat eine Gruppe bei unserer Hochzeit gesungen – daraus ist dann der Chor entstanden.“ Auch wenn sie dort seit Längerem nicht mehr mitsingt, so hat sie ihr Hobby Chorgesang nicht aufgegeben. „Ich singe inzwischen in der Kreiskantorei Wolfhagen im Sopran“, bemerkt sie.

Um fit zu bleiben, macht sie regelmäßig „Spinning“, also Ausdauersport auf stationären Fahrrädern und gönnt sich Ruhepausen beim Yoga. Wer Ritter begegnet, wird schnell merken, dass sie eine „Macherin“ ist, jemand, der gerne Projekte organisiert und sich im Team für die Dorfgemeinschaft starkmacht.

Bei der Verleihung machte die 54-Jährige deutlich, dass sie nur „ein Teil eines Ganzen“ sei, deshalb jedem im Kirchen-Team ein kleines Stückchen der Medaille zustehen würde. (Tanja Temme)

Auch interessant

Kommentare