Kampf um die Schule hat sich gelohnt 

Damit hatte kaum einer gerechnet: Grundschule Ippinghausen feierte 125-jähriges Bestehen

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Erinnerungen an früher: Der Chronikraum in der Grundschule Ippinghausen war der meist besuchte Raum am Schulfest, denn dort konnten viele Besucher sich selber oder ihre Nachkommen auf den Fotos und Zeitungsausschnitten wiederentdecken.

Dass die Schule in Ippinghausen ihr 125-jähriges Jubiläum feiern konnte, grenzt schon an ein kleines Wunder. Der Fortbestand dieser Schule stand schon des Öfteren auf des Messers Schneide.

Umso mehr freute sich Schulleiterin Regina Hagenow zusammen mit Kollegen, Schülern und deren Angehörigen, Ippinghäuser Bürgern, Ehrengästen aus Politik und Verwaltung und weiteren Gästen auf das Schulfest am Samstagnachmittag in der kleinsten Grundschule des Landkreises. Viele ehemalige Schüler, Lehrer und Schulleiter wohnten der Jubiläumsfeier ebenfalls bei.

In ihrer Begrüßungsrede dankte die Schulleiterin allen Personen und Gremien, die dazu beigetragen haben, dass auch im Jahr 2019 noch Schüler die Grundschule Ippinghausen besuchen können. Sie sei besonders stolz auf die gute Zusammenarbeit mit dem Kindergarten, der mit der Grundschule zusammen ein Leseprojekt durchführe, sagte Regina Hagenow. In den letzten Jahren wurde außerdem die Sicherung des Schulwegs durch eine Ampelanlage und die Einrichtung der Geschwindigkeitsbegrenzung auf 30 km/h gewährleistet.

Landrat dankt den Eltern für ihren Kampf 

Von der Renovierung der unteren Räume konnten sich die vielen Besucher bei einem Rundgang durch das Schulgebäude selber ein Bild machen. Einer der Ehrengäste war Landrat Uwe Schmidt. Er sagte, dass der Landkreis immer ein Interesse an der Schule gehabt habe, auch als Schwierigkeiten aufgetaucht seien. Er dankte insbesondere der Elternschaft, die im Jahr 2013 so vehement und erfolgreich für den Erhalt der Grundschule gekämpft habe. Für die nächsten fünf Jahre sei aufgrund des Schulentwicklungsplans alles im grünen Bereich, versicherte der Landrat.

Chronik-Raum zeigt Höhen und Tiefen der Schule

Dann wurde das Schulfest offiziell mit einem Lied von den Schülern der ersten und zweiten Klasse und dem Singspiel „Im Wald von Ippinghausen“ von den kostümierten Schülern der dritten und vierten Klasse eröffnet. Auf dem Programm standen noch eine Zaubershow, Kinderschminken, Luftballontiere und ein Fotoshooting auf einer alten Schulbank. Besonderes Interesse zeigten viele Erwachsene am Chronik-Raum, wo Fotos und Zeitungsausschnitte die Höhen und Tiefen der „Zwergenschule“ in Ippinghausen dokumentierten. Da wurden viele Erinnerungen geweckt, als Eltern und Großeltern schon hier zur Schule gingen und nun deren Kinder oder Enkelkinder. Die Schule wurde 1894 als Volksschule gegründet und wird seit 1974 als reine Grundschule geführt.

Für Essen und Trinken hatte die Elternschaft mit Bratwürstchen, Hamburger sowie Kaffee und Kuchen bestens gesorgt.

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